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Verteidigung nur bei Schönwetter

Verteidigung nur bei Schönwetter

Was Schönwetter ist: Nicht zu heiß, nicht zu kalt, kein Regen, kein Schnee. Der Anlaß ist traurig: Bei einer Marschübung ist ein junger Rekrut gestorben. Eine Katastrophe für uns alle: Für seine Angehörigen, für die Truppe und seine Kameraden auch.

Der Vorfall wird untersucht werden und das Ergebnis wird entscheiden, was die Konsequenzen sind. Untersucht wird ja gerade und wie ich unser Heer kenne wird das auch korrekt ablaufen.

Aber inzwischen toben sich die sogenannten Journalisten aus. In den klimatisierten Redaktionsstuben oder im schattigen Heurigengarten schreibt es sich locker über einen Hitzemarsch, wenn man nicht selber marschiert. Und auch die Erlebnisberichter kriechen aus den Löchern, die in bewegten Worten schildern, wie es ihnen beim Bundesheer ergangen ist. Sicher basteln schon Bürokraten und andere, die nichts zu tun haben, an ausgeklügelten Vorschriften über Märsche, Temperaturen und Gepäcksstücke.

Herrschaften, wenn Krieg ist, schaut keiner auf den Thermometer. Unsere Verteidigung und unser Grenzschutz können nicht pausieren, wenn es einer Schreibtussi zu heiß oder zu kalt ist.

Also bitte, laßt die Untersucher in Ruhe arbeiten. Sollte es Schuldige geben, werden die bestraft werden, wenn es keine gibt, dann eben nicht.

Nur so nebenbei: Ich habe meinen Präsenzdienst 1965 abgeleistet. In Kaisersteinbruch. Würde man heute dort Asylsuchende einquartieren, gäbe es den sprichwörtlichen Negeraufstand und die Willkommensklatscherinnen fielen reihenweise in Ohnmacht. Der Landau wäre zusammen mit dem Patzelt von den Krisensitzungen gar nicht mehr wegzubringen.

Von der damaligen Uniform, dem Schuhzeug und dem schweren STG 58 möchte ich gar nicht reden. Aber wir sind marschiert, es war kalt und es war heiß und der Rucksack hat auch gedrückt. Damals war ich schon Akademiker, habe aber trotzdem so manches Schimpfwort, das mir gegolten hat, zum ersten Mal gehört.

Mein Wunsch in dieser Sache: Laßt jetzt einmal unser Heer in Ruhe. Vielleicht brauchen wir es früher als wir alle glauben.

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