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Jagd

Sind Jäger Terroristen?

Sind Jäger Terroristen?

 

Für die Waffenbehörde Linz-Land schon. Da hat ein Jäger um einen Waffenpaß angesucht, hat alles vorgelegt, was im Runderlaß drinnensteht. Aber die Behörde hat sein Ansuchen abgelehnt.

Fast drei Seiten Begründung hat die zuständige Beamtin, eine gewisse Ursula Grabner zusammengeschmiert, natürlich den VwGH zitiert, klarerweise auch den berüchtigten § 10 über das Ermessen erwähnt, der immer dann herhalten muß, wenn Waffenbehörden rechtswidrig agieren wollen, sogar recht ahnungslos über die Geschichte der Jagd philosophiert, von einem vorgeblichen „Interesse des Gesetzgebers“ gefaselt, welches Interesse der Referentin mangels entsprechender Bildung wohl kaum bekannt sein dürfte und ist endlich zu dem Schluß gekommen – kein Waffenpaß für Jäger.

Daß die Waffenbehörden zunehmend gegen den Erlaß des BMI agieren, ihn als „unverbindliche Rechtsansicht“ ansehen, das sind wir allmählich gewöhnt. Wer dahintersteckt, haben wir inzwischen auch herausgefunden – es ist das BMI selbst und zwar ein ganz bestimmter Beamter.

Jetzt verstehen wir auch, warum die so großzügig verkündeten Erlässe das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt werden. Und wir verstehen auch, daß der VwGH diesen ganzen „Runderlaß“ nicht als rechtsverbindlich ansieht, weil dieser eben nicht korrekt kundgemacht worden ist. Ein perfides Täuschungsmanöver, dem die Jäger und vor allem die Jägervertreter bisher auf den Leim gegangen sind. Wir von der IWÖ übrigens auch, das muß ich leider eingestehen. Ich habe der Ehrlichkeit des BMI vertraut, war ein schwerer Fehler, wie sich herausstellt.

Zurück zum oben angeführten Bescheid, den sich die Frau Ursula Grabner – wahrscheinlich nicht ohne entsprechende Anleitung – ausgedacht hat.

Da steht nämlich noch folgendes:

„Es liege nicht im Interesse des Gesetzgebers, allen Menschen (Jäger sind gemeint), die einen Jagderlaubnisschein besitzen, die Möglichkeit einzuräumen, Faustfeuerwaffen für die Jagd zu verwenden, da es . . . zu einer sukzessiven Bewaffnung der gesamten Jägerschaft . . . kommen würde, was letztendlich zur Folge hätte, daß . . . dies zur Etablierung bewaffneter Organisationen führen könnte.“

Und noch weiter:

„daß durch die Ausstellung von Waffenpässen . . . erhöhte Gefahren drohen.“

Die Katze ist aus dem Sack. Jäger kriegen keinen Waffenpaß, weil sie bewaffnete Organisationen bilden würden und von ihnen erhöhte Gefahren drohen. Jäger sind also Terroristen, die gefahrdrohende Organisationen etablieren wollen, wenn sie Waffenpässe bekommen. So habe ich die Jäger bisher nicht gesehen.

So also die Meinung der Frau Ursula Grabner von der BH Linz-Umgebung, die man unter 4020 Linz, Kärntner Straße 16 erreichen könnte, wenn man ihr seine Meinung sagen möchte. Eine Internet-Adresse gibt es auch: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Ist einfacher, wenn man einen sogenannten „Shitstorm“ probieren möchte.

Was hätte von Seiten der Jäger zu geschehen?

·        Die Referentin ist, wie es scheint, paranoid und für ihren Posten keinesfalls geeignet. Eine psychologische und psychiatrische Untersuchung wäre dringend geboten, bevor diese Person noch mehr Schaden anrichtet. Das sollte beantragt werden.

·        Außerdem wäre zu überlegen, ob man die Referentin nicht wegen einer offensichtlichen Diskriminierung und Verleumdung einer Gruppe anständiger Bürger, der Jäger nämlich, belangen könnte. Die Jägerschaft in Oberösterreich aber auch im ganzen Land dürfte sich das nicht gefallen lassen.

 

Der Ball ist jetzt bei den Jägern. Ich werde diesen Bescheid, (anonymisiert selbstverständlich) den Jägern, nämlich dem Oberösterreichischen Landesjagdverband und natürlich auch der Zentralstelle der Landesjagdverbände zuschicken. Ich bin gespannt, was geschieht und ich bin besonders gespannt, ob man sich für diesen Jäger einsetzt.

Kommentare   

+2 #16 Tecumseh 2014-07-23 10:26
zitiere Tecumseh:
zitiere Georg Zakrajsek:
Inzwischen gibt es schon einen Brief der Jägerschaft (Dr. Lebersorger) dazu. Fazit: Die IWÖ ist schuld, weil sie zuviele Rechtsmittel macht.
Weidmannsheil!

Das wundert mich heute nicht mehr! Was mich wundert ist, daß die Jägerschaft ihre Vorstände, Funktionäre (wie sich die auch immer nennen mögen) nicht einfach in die Wüste schickt! Denn die Interessen der Jäger vertreten die m.E. nicht mehr! Und unter den Jägern gibt es, außer den abgehobenen, doch auch vernünftige Leute. Aber anscheinend sind die in der Minderzahl!


Verdammt, wieder zitiert, statt geändert!
+2 #15 Tecumseh 2014-07-22 17:15
zitiere Georg Zakrajsek:
Inzwischen gibt es schon einen Brief der Jägerschaft (Dr. Lebersorger) dazu. Fazit: Die IWÖ ist schuld, weil sie zuviele Rechtsmittel macht.
Weidmannsheil!

Das wundert mich heute nicht mehr! Was mich wundert ist, daß die Jägerschaft ihre Vorstände (wie sich die auch immer nennen mögen) nicht einfach in die Wüste schickt! Denn die Interessen der Jäger vertreten die m.E. nicht mehr! Und unter den Jägern gibt es, außer den abgehobenen, doch auch vernünftige Leute. Aber anscheinend sind die in der Minderzahl!
+2 #14 Georg Zakrajsek 2014-07-22 08:25
Inzwischen gibt es schon einen Brief der Jägerschaft (Dr. Lebersorger) dazu. Fazit: Die IWÖ ist schuld, weil sie zuviele Rechtsmittel macht.
Weidmannsheil!
+9 #13 Michael Heise 2014-07-20 23:51
Ha ha ha! Die wohl dem Sub- Proletariat entsprungene Frau Grabner, befindet sich augenscheinlich bereits in der Konterrevolution???

Von wegen Erlaubnisscheine! Alle Jäger + subversiven Sportschützen sofort verhaften! Ab heute hat die Frau Grabner die Macht!
+10 #12 schraberger, wien 2014-07-20 18:44
mir fehlen die Worte zu diesem Fall der Tussi U. Grabner, aber das Ansuchen muß doch jeder Rechtsanwalt für diesen Jäger durchbringen!
Die jagenden Schwarzen oder auch die Roten Politiker haben sicher ihre Waffenpässe bekommen.
Schon was vom Gleichheits Grundsatz gehört?
+13 #11 Walter Murschitsch 2014-07-20 08:27
zitiere Jan:
Zitat:
wenn man einen sogenannten „Shitstorm“ probieren möchte.


Meine Mail ist raus :lol:

Zitat:
Ich bin gespannt, was geschieht und ich bin besonders gespannt, ob man sich für diesen Jäger einsetzt.
Es werden noch Wetten angenommen.....
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Jan, die Wette ist zu seinem Ungunsten wie es scheint, schon so gut wie verloren !

Mfg.
+16 #10 Georg Zakrajsek 2014-07-20 08:23
Man könnte das alles der Referentin schreiben und um Aufklärung ersuchen. cc an das BMI.
+19 #9 unbewaffnete Organisation 2014-07-20 08:07
Die Begründung ist brisant.

Die "Etablierung bewaffneter Organisationen" ist nicht spezifisch für den Waffenpass. Das Argument lässt sich auch gegen Waffenbesitzkarten verwenden. Ist das, was man der Referentin diktiert hat, schon der Vorbote für das kommende Waffenverbot?

Die IWÖ wäre dann eine "bewaffnete Organisation", weil die meisten Mitglieder eine Waffenbesitzkarte haben dürften...
+19 #8 Muster Maxmann 2014-07-20 05:01
Diese bewaffneten Organisationen, eine wahre Untergrundarmee, gibt es ja bereits. Schon lange und völlig problemlos, bestens integriert in die Gesellschaft.

Wenn die Referentin eine mit Faustfeuerwaffen ausgestattete bewaffnete Organisation verhindern will, so kann sie sich diese Mühe sparen. Erstens einmal kämpfen gefährliche bewaffnete Organisationen weltweit mit Langwaffen, vor allem dem AK-47, und nicht mit Kurzwaffen und zweitens sind die Jäger sind schon lange organisiert, auch gut ausgebildet - und sie sind wirklich gut im Schießen mit Langwaffen, die eine wesentlich größere Kampfkraft mit sich bringen als nebbiche Pistolen und Revolver. Die Behörde müßte also SOFORT die vorhandenen jagdlichen Organisationen und Strukturen abschaffen, um hier eine große Gefahr für den Staat zu beseitigen. Ein Wunder, daß die wohlorganisierte, wohl viele Divisionen starke Jägerschaft nicht schon längst geputscht hat.

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