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Die frauenfeindlichen Waffenbehörden – wann ist endlich Schluß damit?

Die frauenfeindlichen Waffenbehörden – wann ist endlich Schluß damit?

 

Die Praxis der Waffenbehörden in Österreich ist schändlich. Seit etwa 2000 gibt es immer weniger Waffenpässe und wir müssen nicht erst fragen, wann die ÖVP das Innenministerium übernommen hat. Es war nämlich genau in diesem Jahr, meine Freundinnen. Seit diesem Zeitpunkt werden die Waffenpässe behördlicherseits fast auf Null zurückgefahren.

Für Jägerinnen gibt es auch nichts mehr und mit einer anderen Begründung braucht man erst gar nicht bei der Waffenbehörde vorstellig werden. Man wird meistens mit höhnischem Gelächter wieder weggeschickt oder kriegt halt nach Monaten einen ablehnenden Bescheid. Zu den Verwaltungsgerichten braucht man erst gar nicht zu gehen – die sind ganz auf der vorgeschriebenen Linie. Ablehnen!

Klar, daß das vom Innenministerium ausgeht, von wo denn sonst?

Fragen dazu: Wer dirigiert die Waffenbehörden? Wer hat die Verwaltungsgerichte instrumentalisiert? Woher kommen die (geheimen) Weisungen, die vertraulichen Telefonate, die Empfehlungen, an die sich nachher keiner von den Beamten mehr erinnern darf?

Nicht schwer zu beantworten, diese Fragen. Bedauerlich nur, daß das alles zu Lasten der Frauen ausgeht, die auch mit den besten Begründungen keinen Waffenpaß mehr bekommen.

Vor einigen Jahren hat die IWÖ hier eine Initiative gestartet, die den Waffenpaß für die Frauen hätte erleichtern sollen. Nichts da, wurde uns beschieden, die Frauen sind zwar körperlich schwächer als ihre Geschlechtsgenossen, von mehr und von vielfältigeren Verbrechen bedroht, man denke nur an die immer mehr festzustellenden Angriffe auf die sexuelle Integrität, die jetzt ganz besonders zunehmen. Aber: Waffenpaß, bitte nein!

Geht lieber in einen Selbstverteidigungskurs, lernt Karate oder schnell davonrennen, übt mit einem Pfefferspray und vor allem: ja nicht schießen. Es könnte ja einer verletzt werden. Und wenn es gar nicht mehr anders geht: Macht alles, was der Täter fordert, geht ja irgendwann vorbei und eine Dusche nachher wird schon das meiste abwaschen. So unsere Sicherheitspolitiker.

Von der Seite der Waffenbesitzer hat es für den Waffenpaß für Frauen nur recht wenig Unterstützung gegeben, die Sportschützen hat das auch nicht interessiert, die Jäger haben das mit ihrer sexistischen Überheblichkeit abgelehnt, von den regierenden Koalitionsparteien gar nicht zu reden. Und vor allem die so auf Frauenrechte bedachten Grünen hatten dafür nur Hohn und Spott über. Quoten in Aufsichtsräten ja, im Parlament auch, aber verteidigen darf sich eine Frau nach Ansicht der Grünen nicht. Denn wir Frauen sind ja in deren Augen unmündige Kinder, die nur das machen dürfen, was uns diese Grünen erlauben.

Politische Unterstützung gab es nur von der FPÖ und vor allem vom Team Stronach, wo die Abgeordnete Schenk eine tapfere Initiative nebst einer eindrucksvollen Pressekonferenz gestartet hat.

Und jetzt wären wieder Wahlen. Die Frauen werden wieder stark umworben werden.

Vielleicht sollten wir Frauen aber da fragen: „Wie steht es mit dem Waffenpaß, meine Herrschaften? Für uns Frauen speziell? Und ohne Kaliberbeschränkung?“

Fragen wird man ja noch dürfen, ob wir aber eine Antwort darauf bekommen, wird sich weisen.

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