Militär

Das Bundesheer und der Theodor Körner

Das Bundesheer und der Theodor Körner

 

Da hat ein Brigadier Gaiswinkler ein Interview gegeben. Ein guter Mann. Er war nicht in Uniform, hat aber ein Leiberl angehabt, auf dem ein uralter Spruch des Theodor Körner abgedruckt gewesen ist. Wir alle hier kennen diesen Spruch, er stammt – wie ich immer schon weiß, von eben diesem Körner, der in den Napoleonischen Kriegen gelebt hat. Er paßt ganz wunderbar und er paßt vor allem ganz wunderbar in unsere so verdorbene Zeit und er paßt auf die „feigen Gestalten“, die uns derzeit regieren und noch immer da oben sitzen, bis das Volk sie dereinst richten wird. Und wie ich glaube, wird das sicher kommen.

Das aber hat die Nazis in unserer derzeitigen Regierung nicht ruhen lassen und sie haben – so glauben sie – festgestellt, daß dieser Spruch gar nicht vom Freiheitsdichter stammen soll sondern von einer Nationalsozialistin, die zwar keiner kennt, die das aber „gedichtet“ oder einfach plagiiert haben soll.

Daher ist gleich unsere recht minderbegabte Heeresministerin tätig geworden. Irgendwer hat ihr das sicher gesteckt, denn beim Bauernbund hat man ja weder je was vom Theodor Körner gehört und ob man da was vom Napoleon weiß, bleibe dahingestellt. Also hat die dümmste Ministerin aller Zeiten erst einmal den Herrn Brigadier suspendiert, was praktisch einer Verurteilung gleichkommt, ohne daß hier ein Rechtsmittel möglich wäre.

Ein privates Leiberl mit einem wirklich guten Spruch führt bei uns zu einer Suspendierung. Und wer die feigen Gestalten bei dieser Geschichte sind, das wissen wir und das Volk weiß das inzwischen auch schon.