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Es hätte wirklich schlimmer kommen können

Es hätte wirklich schlimmer kommen können

 

Wenn der ORF beim ECO – also einer Wirtschaftssendung – einen Beitrag ankündigt, der folgenden Titel trägt: „Warum der Waffenhandel in Österreich boomt“ sollten alle Alarmglocken läuten. Aber die sind ohnehin mit Corona überbeschäftigt. Man sollte sich daher nicht aufregen. Und man mußte sich auch nicht aufregen. Das, was man befürchten konnte und beim ORF immer befürchten muß, das blieb aus.

Wider Erwarten ein recht anständig gemachter Beitrag, ohne Angriffe auf den legalen Waffenbesitz und sachlich recht korrekt. Außerdem hatte man darauf verzichtet, den normalerweise immer so gerne befragten Waffenhändler, dem das österreichische Waffengesetz immer noch zu „liberal“ ist, seine meist recht überflüssigen Statements abgeben zu lassen. Statt dessen hat man den Heribert Seidler zu Wort interviewt, der seine Sache wirklich gut und sehr unaufgeregt gemacht hat.

Immerhin hat sogar der ORF zugegeben, daß Österreich ein strenges Waffengesetz habe, was zwar nichts nützt, wie man ja bei den Terroranschlägen gesehen hat, aber streng ist es doch und das freut den Zuseher, weil er dann glauben kann, daß wir in einem sicheren Land leben, weil wir ja so ein strenges Waffengesetz haben, der den Anständigen die Waffen vorenthält und den Waffenerwerb schwierig macht, die Gangster und Terroristen aber beim Erwerb illegaler Waffen nicht weiter behelligt.

Der ORF hat also seine Pflicht getan und einen Beitrag geliefert, der wirklich keinem wehtut, vor allem den islamischen Terroristen nicht. Denn die kümmern sich ohnehin nie um unsere Gesetze und um ein Waffengesetz, das ja ohnehin nur für die Ungläubigen gemacht ist, schon gar nicht.