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Medien

Die Medienkultur ist uns ausgegangen

Die Medienkultur ist uns ausgegangen

 

Manche meiner Leser wissen noch, daß ich einmal Präsident des Vereins für Medienkultur gewesen bin. Lange her. Gegründet wurde der Verein von Dr. Herbert Kohlmaier, ein ziemlich bedeutender ÖVP-Politiker damals. Als er als Präsident aufgehört hat, hat er mich gebeten, sein Nachfolger zu werden. Habe ich gemacht, aber aus dem Verein wurde nie wirklich was und jetzt ist er zum jammervollen Propagandisten des ORF geworden und läßt sich vom Professor Hausjell Vorträge halten.

Da bin ich nicht mehr dabei und man wird das verstehen.

In meinem ersten Beitrag in der damals noch existierenden Zeitschrift habe ich unter anderem geschrieben:

„Die Wahrheit ist heute nicht mehr wichtig. Die Medien haben es längst aufgegeben, die Wahrheit zu erforschen – sie schaffen die Wahrheiten einfach selbst. Täglich lesen wir in den Zeitungen Dinge von denen wir wissen, daß sie nicht wahr sind oder nicht wahr sein können. Täglich hören oder sehen wir Geschichten, die so nicht gewesen sein können. Die Reality-Show heißt so, weil sie mit der Realität nichts zu tun hat. Jedem Bericht, bei dem wir die Unwahrheit bemerken, stehen weitere zehn zur Seite, bei denen uns das nicht auffällt. Ich bin der Präsident.“

Und jetzt bin ich das schon lange nicht mehr. Die Medienkultur ist tot. Lange gestorben und eine Leiche wird nicht mehr munter und sollte sie doch munter werden wird man sie zurück in den Sarg stopfen. Kultur braucht man heute nicht und eine Medienkultur schon gar nicht.

Kommentare   

+2 #5 Michael Heise 2021-01-18 14:47
#3 Rudolf Moser 2021-01-17 19:01 Die Peter Scholl- Latour´s waren gestern. Die Relotius - Trinkenten sind heute: Ihre revolutionäre Tätigkeit dient dem Vormarsch des Merkelismus/ der Geschlossenheit im Kampf gegen Räächts, Klimarettung, Weltrettung + sind halt vom unerschütterlichen Axiom der PRAWDA erfüllt = Vom SPIEGEL lernen, heißt siegen lernen! :P :P :P
+3 #4 LA-LE 69 2021-01-17 20:56
zitiere Sig Sauer:
...die heutigen Medien (speziell der ORF) lügen zwar nicht, bringen aber Geschichten wo bestimmte Details verschwiegen werden und somit ein ganz anderes Bild ergeben. Eine verdrehte "Wahrheit" sozusagen...

Hier ein typisches Beispiel.
So manipulieren die Medien den Pöbel.
Bitte seine Aussage genau lesen.Er sagte nur was Kurz auch gesagt hat.(nicht vordrängen)
www.krone.at/2319496
+3 #3 Rudolf Moser 2021-01-17 19:01
gab manchmal früher "Zeitungsenten" - aber heute gibts nur mehr diese Spezies.
Wirkliche Kapazunder gibts heute nicht mehr, vielleicht den Unterberger, aber der wurde ja auch kaltgestellt. Die Gschichten vom Kisch habe ich als historische Reminiszenzen gerne gelesen
https://www.mdr.de/kultur/radio/klassikerlesung-egon-erwin-kisch-mein-leben-100.html
- naja die echten Wiener Kaffeehäuser gibts ja auch nicht mehr und Niveauvolle Reporter und Literaten im Kaffeehaus auch nicht - ini unserer verrotteten Gesellschaft gibts nur mehr Lohnschreiber - Huren mit Computer oder Kamera, Hauptsache das Volk glaubts - und wer liest heute noch niveauvolle Gschichten? Schnell und plakativ muß die Botschaft rüberkommen - bei einer Million Analphabeten:

https://www.diepresse.com/4680005/970000-funktionale-analphabeten
+3 #2 Michael Heise 2021-01-17 18:52
Die nordkoreanischen Medien schwärmen von Wasserbombentests + dem geliebten Führer. Unsere Medien schwärmen wenigstens NUR von den geliebten Führern. Alles klar? Nein schade doch prima! :lol:
+4 #1 Sig Sauer 2021-01-17 18:23
...die heutigen Medien (speziell der ORF) lügen zwar nicht, bringen aber Geschichten wo bestimmte Details verschwiegen werden und somit ein ganz anderes Bild ergeben. Eine verdrehte "Wahrheit" sozusagen...

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