Gesellschaft

Mein Bauch gehört mir – oder doch nicht?

Mein Bauch gehört mir – oder doch nicht?

 

Wütende Proteste gibt es in Polen. Abtreibungswillige Damen protestieren gegen ein Gesetz, das die Abtreibung weitgehend kriminalisiert – oder auch nicht. Es geht gegen alles mögliche, vor allem aber gegen die polnische Regierung, die ja in der EU ohnehin unten durch ist und daher weg gehört. Jubel also auch hier bei uns und in der ganzen EU. Man will ja die Polen nicht mehr, das heißt, die Polen schon, aber nicht mit dieser Regierung, die ja ganz böse, weil rechts ist.

Und da sind die depperten Weiber hochwillkommen. Sie protestieren also gegen die Abtreibung, weil sie meinen, daß ihr Bauch ihnen und nur ihnen gehört. Das heranwachsende Kind, um das es in Wahrheit geht, ist ihnen wurscht und sie vermeinen, es gäbe ein Recht – ein ihnen selbst und allein zustehendes Recht auf die Abtreibung, also die Tötung des eigenen Kindes.

Nun, ich meine, daß es nicht nur um den Bauch der Mutter geht, an dem sie ihr alleiniges, nur ihr zustehendes Recht behauptet. Es geht nämlich nicht nur um ihren Bauch, es geht ja um das Kind und immerhin hat ja dieses Kind auch einen Vater, dem doch auch ein Recht an diesem Kind zusteht.

Kinderrecht und Väterrecht – ist das nichts in dieser Betrachtung über Recht und Unrecht? Es geht nämlich nicht nur um die Mutter und ihren Bauch, es geht um mehr. Es geht um ein ungeborenes Kind, das auch Rechte, Rechte auf Leben haben sollte und es geht schließlich auch um das Recht des Vaters, das Recht auf sein Kind. Oder etwa nicht?