Bildung

Heiße Magister, heiße Doktor gar . . .

Heiße Magister, heiße Doktor gar . . .

 

Ist vom Faust und der war ja noch ein wirklicher Doktor. Nach alter Schule, nach dem alten Schlag. Bin ich auch. Ein alter Jurist und damals hat es noch keine Dissertation gegeben. War wirklich gut, denn damals konnte man weder Schwindeln noch Abschreiben und außerdem konnte man sich auch gar keine Arbeit schreiben lassen, weil es ja keine schriftlichen sondern nur mündliche Prüfungen gegeben hat, die wichtigen freilich.

Mündlich war wichtig, denn reden mußte man können, richtig reden, sich manchmal auch herausreden, was vor allem für die Juristen ganz wichtig gewesen ist. Ich jedenfalls habe mich damals schon manchmal über einige Wissenslücken drüberreden können. Kann ich heute auch noch ganz gut.

Dissertationen heutiger Juristen habe ich doch einige gelesen. Das meiste ein Schmarrn. Juristerei ist nichts für Dissertationen, es gibt ja auch gar keine Themen dafür, das hat sich schon nach ein paar Jahren herausgestellt gehabt.

Daher ist das Niveau jammervoll. Und was sich heute so an Richtern – vor allem an Richterinnen - herumtreibt, ist eine wahre Schande.

Ich verwende daher im normalen Leben meinen Titel gar nicht mehr. Inzwischen brauche ich ihn auch gar nicht mehr. Die Leute kennen mich ohnehin zur Genüge. Und „Professor“ will ich mich schon gar nicht schimpfen, obwohl ich das könnte.