Jagd

Sicherheit auf der Jagd

Sicherheit auf der Jagd

 

Am Schießplatz ist es leichter, Sicherheit herzustellen. Bei der Jagd nicht immer, weil man sich ja in der freien Natur bewegt. Aber die Bilanz des letzten Jahres zeigt, daß doch recht wenig passiert ist. Gratulation! Entweder haben die Ermahnungen was genützt oder die sorgsame Ausbildung.

Wenn man aufpaßt und die wenigen Sicherheitsregeln – vier sind es nur – befolgt, kann nichts passieren. Das ist nicht immer leicht, das Problem sind aber weniger die jungen Jäger sondern eher die „alten“ Jäger, die eh schon alles wissen und denen noch nie etwas passiert ist.

„Is eh gsichert!“ oder „Is eh net gladen!“, das hört man nur allzuoft, nur machen kann man dagegen nichts, außer ausweichen oder nicht mehr dort hingehen.

In einer der alten IWÖ-Nummern habe ich einmal ein Bild unseres verehrten Jägermeisters gebracht, wo dieser durch den dunklen Tann schreitet, eine Büchse links geschultert, die Mündung waagrecht nach vorne zeigend und die Hand bequem darauf gestützt wie es halt so der Brauch ist in Niederösterreich. Gesichert wird das Gewehr schon gewesen sein – nehme ich einmal an.

Die Zeitschrift habe ich in Afrika mitgehabt und sie bei Gelegenheit einem meiner dortigen Jäger – stolz auf das Bild – hergezeigt. Der sagte ganz kühl: „Den würde ich bei mir sofort hinausschmeißen, so wie der sein Gewehr trägt!“

Recht hatte er und ich habe nichts mehr gesagt, sondern ein Merkblatt für die Gastjäger dort geschrieben, das jedem Jagdgast ausgehändigt wird. Aber der besagte Landesjägermeister ist dort ohnehin nicht eingeladen.