Muslimisches

Weinen um Spanien

Weinen um Spanien

 

Die nachfolgende Geschichte habe ich von meinem lieben Freund Roland Girtler erzählt bekommen, der ja viel in der Welt herumgekommen ist und daher noch viel mehr weiß.

Also es geht um den letzten maurischen Herrscher von Spanien Boabdil, der 1492 aus Europa endgültig vertrieben worden ist und mit dem der Islam in Europa (zumindest in Spanien) beendet wurde. In Afrika angekommen, blickte er auf Granada zurück und weinte. Darauf sprach seine Mutter – eine mutige Frau will es mir scheinen – zu ihrem schluchzenden Sohn die folgenden Worte:

„Du tust wohl daran, wie ein Weib das zu beweinen, was Du als Mann nicht verteidigen konntest!“

Wir Europäer beweinen nicht, was wir verloren haben. Wir nehmen es hin, begrüßen es und unterwerfen uns mit Begeisterung. Was die Mutter von Boabdil dazu zu sagen hätte, das wollen wir lieber gar nicht wissen. Sie war, wie schon gesagt, eine mutige Frau.

P.S.: Wie es Byzanz (Konstantinopel) mit dem Islam ergangen ist, wissen wir auch. Grund zum Weinen bis heute.