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Wahlsensation

Jetzt kommt der endgültige Wahlschlager: Basti heiratet die Klima-Greta! Trauzeugen (schon fix) Van der Bellen und der Blümel. Damit ist zwar der Schwiegermuttertraum ausgetäumt, die Klimaretter werden aber alle den Basti wählen! Wenn Kinder kommen, heißt das erste: Kromp und das zweite Kolb. Sollte es ein siamesischer Zwilling sein, dann eben Kromp-Kolb. Geschlecht ist ohnehin divers.

P.S.: Aber vielleicht ist das ganze nur ein Scherz - wie das ganze Wahltheater

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Gastbeiträge

Der Stephansdom trauert mit uns – oder doch nicht so recht

Der Stephansdom trauert mit uns – oder doch nicht so recht

 

Wieder einmal ein Gastkommentar von unserer wunderbaren Elisabeth Kainzmeier, die sich den Prominenten- und Proletenauftrieb im Stephansdom angetan hat. Ich war nicht. Jetzt bin ich doch recht froh darüber. Der Bericht genügt mir und Euch wahrscheinlich auch.

 

 

Ich habe hier herinnen schon die Frage gestellt: darf man um jemanden trauern, den man nicht persönlich gekannt hat?

-auch mir war es ein Anliegen, mich "vom Niki" zu verabschieden. Schon mit neun Jahren war ich, obwohl ein Mädchen, ein großer Formel-1-Fan gewesen und bin bis heute Sportwagen-Fan. Viele große Fahrer kamen und gingen; einige verunglückten tödlich, doch Niki Lauda blieb als Konstante - bis letzten Montag. 

So absentierte ich mich heute vom Büro und reihte mich bei strömendem Regen in aller Frühe in die Warteschlange ein. Zuallererst fiel mir ein schnittiger Mercedes in silber-metallic auf, der sich erst bei näherem Hinsehen als Leichenwagen herausstellte. Der erste Gedanke: ob das dem Niki gefällt für seine letzte irdische Autofahrt? 
Dann hinter der Absperrung eine Reporterin mit Mikrofon, die grinsend und zähnebleckend den morgendlichen Ansturm kommentierte, und das in einem gespreizten Pseudo-Wienerisch, das in Wirklichkeit völlig theatralisch ist mit betont rausgeschnalzten Plosiven, die eigentlich nicht ins Wienerische passen, aber typisch sind für gewisse "Möchtegerns", die die Nase zu hoch oben tragen. Ich meine auch, etwas von "das Wetter spielt leider nicht mit" aus ihrer Richtung gehört zu haben. Welch unpassendes Statement - schließlich war das hier kein Kirtag. Dann gab es, so weit ich es mitbekam, eine technische Panne mit dem Mikrofon - die Reporterin kicherte lauthals darüber. 
Langsam bewegte sich die Schlange weiter, und nach über einer Stunde und völlig durchweicht und durchgefroren kam ich über das Primtor im Dominneren an. Die Leute "knipsten", machten Sarg-Selfies,... nicht gerade das, was ich als "die letzte Ehre erweisen" titulieren würde. Ich "begnügte" mich damit, mich vor dem Sarg mit einer Kniebeuge zu bekreuzigen und vor dem Weggehen zu verneigen.

Zwei Stunden später. Nach erneutem Anstellen in einer Menschentraube schaffte ich es, abermals völlig durchnässt, aber gottseidank ohne durch Regenschirme ausgestochene Augen, ein zweites Mal ins Dominnere, diesmal für die Seelenmesse. Ich fand einen Sitzplatz im hinteren Teil des Doms beim Maria-Pocs-Altar am äußeren Ende der Bank. Neben mir hockte sich eine junge Frau mit dem Gesäß auf den hölzernen Vorsprung am Bankende - nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, mich in einer Kirche so hinzusetzen. Dann besaß sie noch die Frechheit, mich zu ersuchen, ich möge doch ein bisschen nach rechts rücken, damit sie mehr Platz für ihre fünf Buchstaben hätte.

Was macht ein gläubiger Katholik, bevor eine Seelenmesse beginnt? -er versucht, ein bißchen für das Seelenheil des Verstorbenen zu beten. Doch keine Konzentration möglich - die Leute rings um mich herum plauderten, lachten und kletterten auf die Bänke, um zu fotografieren und zu filmen,... von Andacht keine Spur. Zwar bin ich heute früh in einem Traditionalisten-Thread auf Facebook wieder einmal der Verbreitung von Irrlehren bezichtigt worden, weil ich mich erdreistet habe zu behaupten, dass eine Messe im novus ordo nicht per se ungültig sein muss, aber ich traue mich zu behaupten, dass ich mich auch als böse Modernistin zumindest in einer Kirche zu benehmen weiß. Leute, das war kein kein Festival, sondern immerhin ein Requiem, wenn auch im novus ordo missae und noch dazu als ziemlich modern(istisch)e Veranstaltung konzipiert, aber ecclesia supplet. 

Ein Ordner öffnete das eiserne Innentor. Während meine Sitznachbarn munter weiter fotografierten und kicherten, stahl ich mich von ihnen unbemerkt ins Hauptschiff und nahm einen halbwegs annehmbaren Stehplatz ein. Besser ein solcher als ein Sitzplatz, wo man sich vor lauter Freestyle-Sitzern und Bankerlkraxlern nicht auf die Messe konzentrieren konnte. 

Dann begann das Requiem. Meine Freunde aus der tridentinischen Messe mögen sie zwar zu Recht als "etwas" modernistisch bezeichnen, und UHBP van der Bellen hätte ich persönlich auch nicht unbedingt gebraucht. Fürbitten sind bei meinen Tradi-Freunden auch nicht sehr beliebt, dennoch muss ich gestehen, dass ich wie viele andere Meßbesucher unter Tränen ein bißchen lachen mußte, als eines der Kinder sinngemäß vortrug: "Lieber Gott, beschütze den Niki, aber paß auf - er ist immer der Schnellste". 

Aufgrund der Annahme jedoch, daß die Korrektheit von Form und Materie sowie die Intention des Priesters, die Messe gültig zu zelebrieren, für deren Gültigkeit ausreichend seien, sowie eingedenk des erwähnten Grundsatzes "ecclesia supplet" will ich hoffen, dass auch diese Seelenmesse ein bißchen Löschwasser fürs Fegefeuer bietet und hilft, dass auch der Niki Lauda als eher "lauwarmer" Katholik eine Chance hat, in den Himmel zu kommen und die in den sozialen Medien veröffentlichten Karikaturen, die man fast schon zu einer Fotostory kompilieren kann, nicht nur Phantasie trauernder Fans darstellen, sondern dass eine realistische Chance besteht, daß ich ihn im Himmel persönlich kennenlernen kann, so ich denn selber dort hinkomme. Und daß er auch, wie in einer im Internet kursierenden Zeichnung dargestellt, wieder mit seinem Kumpel James Hunt - trotz dessen Lebensstils - vereint ist.

Die Messe war vorbei. Dass ich, obwohl nur auf einem Stehplatz gelandet, mich im Gegensatz zu den umstehenden Mit-Fans wenigstens zur Wandlung, zum Sanctus und zum „Domine, non sum dignus“ zumindest ansatzweise hinknien hatte müssen (wenn auch in Ermangelung einer Kniebank in Wirklichkeit nur ein „Niederhockerln“ möglich war), erwähne ich nur nebenbei für gewisse Leute.
Dies, das Hinknien, gebot mir ebenfalls der Anstand - trotz des Modernismus der Veranstaltung sowie auch meiner eigenen, laut gewissen Leuten viel zu modernistischen, Einstellung. Dass die Frau in der krachrosa Jacke neben mir wegen meines (andeutungsweisen) Kniens in meine Richtung etwas von: „Ist was nicht in Ordnung?“ gefragt hatte, hatte ich geflissentlich überhört. Vielleicht war dies ja die erste katholische Messe ihres Lebens gewesen. 

Als der Sarg unter Glockengeläut aus dem Dom getragen wurde, war es auch mir ein Bedürfnis, Spalier zu stehen, wenn auch in der achten oder neunten Reihe. Vordrängeln ist meine Sache nicht. Doch Ehrerbietung seitens der Fans sah ich auch hier immer noch viel zu wenig. Ob das Applaudieren in der Kirche im Sinne der Angehörigen war, kann ich nicht sagen. Ein respektvolles Innehalten war jedenfalls auch jetzt nicht möglich, da das alte Ehepaar hinter mir hörbar das Promi-Schaulaufen genoss. In Zimmerlautstärke musste ich ihrem Rätselraten zuhören, welcher Rennfahrer, Politiker oder Schauspieler denn gerade vorbeigegangen war. Ein paar strafende Blicke und auch Seufzer in ihre Richtung konnte ich mir nicht verkneifen. Unentwegt klickten Handykameras, trotz Verbots. 

Eine letzte Hürde bot sich dann beim Verlassen des Doms durch das Adlertor. Vor diesem wieder eine mittlere Menschentraube: es mussten noch zahlreiche Handyfotos von und mit den übergroßen Lauda-Portraits gemacht werden, die dort aufgestellt worden waren. Hat sich denn die Existenz des Bildersuche-Features der großen Internet-Suchmaschine noch nicht herumgesprochen? 

Sollte zufällig jemand von der Familie Lauda das hier zu lesen bekommen, darf ich herzlich um Entschuldigung bitten für das ungebührliche Verhalten vieler meiner „Mit-Fans“. Ich bin dankbar, dass Ihr uns die Teilnahme ermöglicht habt, und ich kann nur sagen, dass ich das sehr zu schätzen weiß und weiterhin für Euch und natürlich für den Seelenfrieden des Niki beten werde. Dass sich so viele, auch erwachsene, Menschen in einer Kirche nicht zu benehmen wissen, tut mir leid.

Requiem aeternam dona ei, Domine, et lux perpetua luceat ei. Requiescat in pace.

 

 

Kommentare   

+2 #26 LA-LE 69 2019-07-03 20:16
Soviel zur"Rettung"aus Seenot.
https://www.youtube.com/watch?v=3jdaGSM3xnc
+2 #25 LA-LE 69 2019-07-03 20:05
OT
Gerald Grosz zu 2 Deutschen"Vorzeige Frauen".
https://www.youtube.com/watch?v=Lns8F82LEM4
+3 #24 Tecumseh 2019-07-03 19:48
zitiere LA-LE 69:
OT
Jetzt bekam er die Belohnung für den Verrat an Österreich.
https://www.krone.at/1953234


Interessante Kommentare! Bis jetzt zumindest!
+3 #23 LA-LE 69 2019-07-03 19:45
OT
Jetzt bekam er die Belohnung für den Verrat an Österreich.
https://www.krone.at/1953234
+3 #22 LA-LE 69 2019-07-03 15:42
OT
Aber wichtig ist,das dort ab Herbst nicht mehr geraucht werden darf.
https://www.krone.at/1952848
+3 #21 Michael Heise 2019-07-02 23:08
Diese Hillary Clinton für Arme, steckt voller Überraschungen. Welche, verraten wir nicht. Dass wäre dann aber der ersehnte Super - GAU + wir treten endlich in die Endphase ein!
+3 #20 LA-LE 69 2019-07-02 21:21
Geschätzte Gleichgesinnte.
Macht euch keine Sorgen,denn jetzt übernimmt eine Frau das Kommando,die einen Scherbenhaufen hinterlässt und einen Scherbenhaufen übernimmt.Europa ist gerettet.
Wenn nicht sie,wer sonst könnte Europa vor dem Untergang retten?
https://www.krone.at/1952281
rien neva plus
+3 #19 Tecumseh 2019-07-02 20:30
zitiere Michael Heise:
Wir empfehlen an lauen Sommertagen eine Flasche "Roter Nierensteiner Spülbecken". Den sieht man nicht so bei der Blutprobe + wenn das Zeug nicht so richtig knallt, kann man sich die Flasche immer noch über den Schädel ziehen! :zzz


Ja, aber das wirkt nur, wenn man sich auf den linken Fuß stellt, den rechten anzieht und mit dem Mittelfinger (unbedingt den Mittelfinger) bei geschlossenen Augen versucht die Nasenspitze zu erreichen! Und dabei muß man 3x Merkel rufen! :lol:
+3 #18 LA-LE 69 2019-07-02 20:16
zitiere Michael Heise:
Dass waren noch Zeiten, wo man ins Lokal ging, sofort röchelte, vor Qualm nichts sah + wo alle 20 Sekunden laut durchgezählt werden musste, ob noch alle da waren! Ich habe nie verstanden, wie man sich das antun kann.

Solcher Verbotsschwachsinn ist aber nichts anderes, als pure Ideologie + wen interessieren EU Schockfotos auf den Päckchen? Demnächst Bilder von fickenden EU Fischen auf Wasserflaschen? Es wird täglich irrer, weil irre gemachte Leute gefälligst Irre wählen sollen!!! :cry:

Geschätzter Michael Heise
Die Schockfotos dienen nur dazu das niemand mehr einen Tabakkonzern klagen kann wenn er einmal Lungenkrank wird,denn er wurde ja gewarnt.
+4 #17 Michael Heise 2019-07-02 20:13
Wir empfehlen an lauen Sommertagen eine Flasche "Roter Nierensteiner Spülbecken". Den sieht man nicht so bei der Blutprobe + wenn das Zeug nicht so richtig knallt, kann man sich die Flasche immer noch über den Schädel ziehen! :zzz

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