Migrantisches

Ich bin nicht gut drauf

Ich bin nicht gut drauf

 

Wirklich nicht. Ich denke viele Österreicher sind auch nicht mehr allzugut drauf, denn was passiert, wenn man nicht gut drauf ist, kann man fast schon täglich sehen.

Da kann es passieren, daß einem Kind der Hals abgeschnitten wird, da kann es passieren, daß man eine Familie, die aus dem Restaurant kommt, niedermetzelt und da passiert noch vieles, an das man sich zum Teil schon gewöhnt hat, gewöhnen hat müssen, weil eben so viel passiert, was passiert, wenn man nicht so gut drauf ist und wenn man mit der allgemeinen Lebenssituation nicht so wirklich zufrieden ist.

Aber sollen wir uns daran gewöhnen, können wir uns überhaupt an solche Zustände gewöhnen, an Zustände, die wenn man nicht so gut drauf ist zu einem Blutbad, zu einer Metzelei führen? Ist uns das zuzumuten? Müssen wir das aushalten? Und wie lange noch müssen wir das noch aushalten?

Ich bin also nicht so gut drauf, vielen geht es auch so wie mir, die sind auch nicht mehr so wirklich gut drauf. Aber was machen wir? Machen wir was? Oder warten wir einfach, bis wir jemandem begegnen, der nicht so gut drauf ist und der zufällig ein Messer eingesteckt hat? Ist es das, was wir wollen, was wir aushalten müssen? Was unseren Kindern, unseren Frauen bald begegnen wird, zwangsläufig begegnen muß?

Lösungen sehe ich nicht, das heißt, ich sehe sie schon. Aber sagen oder schreiben darf man das noch nicht. Aber vielleicht bald.