Justiz

„Wer versteht DIESE Justiz?“

„Wer versteht DIESE Justiz?“

 

So titelt die „Krone“ und Anlaß dafür ist natürlich der Freispruch der Schutzsucher, vor denen das Opfer leider keinen Schutz zu erwarten hatte und wie es scheint, auch keinen bekommen wird. Von unserer Justiz jedenfalls nicht.

Das heißt: um den Schutz geht es ja nicht mehr, es geht jetzt schon um Gerechtigkeit, wenn man will vielleicht auch um Genugtuung und wenn man es biblisch oder islamisch sehen möchte - um Rache.

Wer versteht diese Justiz? Der „Krone“-Leser wahrscheinlich nicht, ich schon. Denn ich bin ja ein recht erfahrener Jurist, ein Jurist vom alten Schlag, wenn man so will und ich verstehe die Justiz sehr wohl. Ich habe die Entwicklung unserer Justiz miterlebt, seit etwa sechzig Jahren jetzt schon. Die Entwicklung von Recht, Gesetz, von Vernunft und historischem Wissen, vom Hausverstand und Logik bis hin zum heutigen Zustand, wo der Jurist Gesetzesstellen auswendig lernt, ohne sie verstehen zu müssen und er sie genau so wenig verstehen muß, wie diejenigen, die diese Gesetze beschlossen haben ohne sie selbst zu verstehen oder überhaupt verstehen zu können, weil ihnen die Intelligenz und die Bildung dazu abgeht.

Aber ich verstehe nicht, daß sich die „Krone“ jetzt darüber aufregt und alle die anderen Medien auch, wo sie doch selbst an diesen Zuständen schuld sind, sie herbeigeschrieben haben, sie befördert haben in ihrer Verblendung. Wer hat denn dauernd Toleranz und Verständnis gepredigt? Die Polizei kritisiert und verspottet, sie behindert und mit der Gutmenschenkeule traktiert? Wer hat denn immer die Täter verstehen wollen und die Opfer zur Duldung ermahnt? Wer war denn das? Wer hat den sogenannten Experten willig Raum für deren verblödeten Stellungnahmen eingeräumt und brav nachgebetet, was diese Erklärungsidioten vorgekaut haben?

Wer war das? Wer?

Also haltet gefälligst Euren Mund und kritisiert zuerst einmal Euch selber.

 

P.S.: Über den ORF und die deutschen Indoktrinierungssender wie ARD und ZDF muß man hier keine Worte verlieren. Es zahlt sich nicht aus. Wer sich das antut ist selber schuld.