Sicherheit

Ich werde weggewiesen

Ich werde weggewiesen

 

Ist mir auch noch nie passiert. Aber jetzt. Einmal muß es ja sein. Also ich bin weggewiesen worden und zwar als Autofahrer aus einer Halteverbotszone. Ob das Instrument des Wegweisens hier wirklich greift, weiß ich nicht, bin zwar Jurist, aber die Geschichte ist mir denn doch zu blöd, als daß ich mich hier extra kundig machen werde.

Wären wir beim „Heiteren Bezirksgericht“, würde ich die Sache so beginnen:

„Alsdann Herr Rat, die G‘schicht war a so!“

Wir sind aber nicht beim heiteren Bezirksgericht sondern im siebenten Wiener Gemeindebezirk Neubau, der von einem grünen Bezirksvorsteher regiert wird. Und für so einen Bezirk gehört sich natürlich auch ein Flüchtlingsquartier, das in der Lindengasse untergebracht ist. Vor dem Haus eine Halteverbotszone, wo die Busse parken können, damit die Herren Flüchtlinge (Frauen Flüchtlinge habe ich dort noch nicht gesehen) bequem und trockenen Fußes in die von uns bezahlten Busse einsteigen können. Auf geht’s dann zu Mutter Merkel!

Ich hatte in einem Geschäft gegenüber zu tun und habe mich in die Verbotszone gestellt. War gerade kein anderer Platz. Traumatisierte Flüchtlinge weit und breit nicht zu sehen, Bus auch keiner. Nur ein paar Helfer und noch mehr –rinnen. Also habe ich es riskiert.

Ich erledige meinen Reparaturauftrag in dem Fachgeschäft, plötzlich taucht ein recht forsch auftretender Herr auf:

„G‘hert des Auto Ihna?“

Ich bejahe. Stimmt nicht ganz, das Auto gehört zwar meinem Sohn, bezahlt aber habe ich das.

„Fahrn‘s weg, aber schnell!“

Ich erkläre, daß ich gleich fertig sein werde, eine Behinderung sei ich nicht. Darauf der Herr schon sehr energisch:

„Ich weise Sie weg!“, jetzt hochdeutsch.

Aha, jetzt wird das amtlich und ich begehre eine Legitimation zu sehen, die dieses Begehren rechtfertigt. Uniform hat ja der Herr nicht an, könnte also ein beliebiger Wichtigmacher sein. Ausweis kriege ich nicht zu sehen und ich stelle anheim, wegen des Halteverbotes eine Anzeige zu schreiben.

Inzwischen ist der Fachmann im Geschäft fertig und ich trete zu meinem Auto, werde noch einmal mit einer Wegweisung bedacht und einer erneuten Aufforderung, wegzufahren. Aber erst will ich natürlich den Ausweis des von mir inzwischen als vermutliches Amtsorgan identifizierten Mannes sehen und tatsächlich wird er mir jetzt endlich gezeigt. Tatsächlich Polizei, schön.

Meine Auto-Nummer wird notiert und ich biete an, auch meinen Ausweis und meine Visitkarte herzuzeigen. Das stößt aber amtlicherseits auf kein Interesse mehr.

Ich werde noch belehrt, daß man sich in Österreich an alle Gesetze und Vorschriften zu halten habe, was ich mit der Bemerkung entgegne, daß ich etwa in Nikolsdorf oder in Bad Radkersburg davon nichts bemerkt hätte.

Die Amtshandlung wird daraufhin beendet, der Polizist steigt in sein Auto (Privatnummer) am Beifahrersitz ein Mäderl, das vielleicht eine Polizistin sein kann oder auch nicht. Sie schaut jedenfalls krampfhaft weg.

Es wird mir eine Lehre sein. Auf die Anzeige bin ich schon gespannt. Was mir aber sehr gefallen hat, war, wie schnell die Polizei bei einem Parkvergehen zur Stelle sein kann. Die Migrantenhelfer hatten kaum angerufen, nach einer halben Minute war schon die Polizei da. Sollte ich einmal überfallen werden und nachher noch anrufen können, werde ich stoppen, wie lange die Polizei braucht. Hoffentlich erlebe ich keine Enttäuschung.

 

P.S.: Sollte ich wirklich überfallen werden, braucht die Polizei aber gar nicht mehr zu kommen.

 

Petition Rettung des Waffenpasses für Jäger:
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/PET/PET_00057/index.shtml