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Sicherheit

Datensicherheit - die Zweite

Datensicherheit - die Zweite

 

Wir sind ja so sicher in unserem wunderbaren Überwachungsstaat. Wir sind ja auch so sicher in unserem wunderbaren Europa, in der famosen EU, die uns mit weiser Hand regiert, die uns sagt, was wir essen dürfen, trinken dürfen, womit wir unsere Häuser beleuchten dürfen und daß dabei Quecksilber weit gesünder ist als das so furchtbar giftige Blei. Die uns auch sagt, wie und wie stark wir staubsaugen sollen und mit wie wenig Wasser wir uns waschen dürfen, weil ja in der Sahara das Wasser so knapp ist, wo sich aber ohnehin keiner wäscht.

Aber auch für die Sicherheit hat sich die EU etwas einfallen lassen: Die elektronische Speicherung aller Waffen. Für die Sicherheit bringt das natürlich nichts, aber es bringt viel für den perfekten Überwachungsstaat, siehe 1984. Man braucht sich ja nur zu überlegen, wer denn in diesem Register registrieren wird – damit ist die Frage der Sicherheit bereits eindeutig beantwortet.

Wir blöden Österreicher haben das mit Begeisterung mitgemacht und das ZWR geschaffen. Erstens, weil es die EU so gewollt hat und zweites wegen eben dieser Sicherheit – letzteres will man den Bürgern weismachen, die in den Augen der maßgebenden Politiker ohnehin nur vertrotteltes Stimmvieh sind.

Bei uns machen die Registrierung die Büchsenmacher und Waffenhändler, weil die Behörden das einfach nicht schaffen würden. Gekriegt haben die dafür natürlich nichts. Die Politik hat ihnen die lange Nase gezeigt, als man bescheiden um einige Reformen gebeten hat (Stückzahlbeschränkung oder Innehabung etwa).

Es hat sich aber gleich die Frage nach der Datensicherheit gestellt. Eine Datenbank, wo so hochsensible Daten gespeichert sind, müßte natürlich auch nach den höchsten Sicherheitsstandards gestaltet sein. Ist aber nicht geschehen. So unsicher wie das ZWR ist keine andere Datenbank auf der Welt.

Keine Verschlüsselung, keine gesicherte Leitung bei der Datenweitergabe, keine Verschlüsselung der Datenbank selber. Das geht – man faßt es nicht – über eine normale Leitung wie jedes patscherte E-Mail. Man muß sich fragen, ob die Verantwortlichen alle Tassen im Schrank haben.

Aber das scheint egal zu sein. Sind ja nur die Daten der legalen Waffenbesitzer und wie wir inzwischen gelernt haben, besitzen diese Leute in den Augen unserer Obrigkeit allesamt eine kriminelle Energie und die haben die Kriminellen, die ihre Waffen nicht registriert haben, selbstverständlich nicht.

Also ist es nur eine Frage der Zeit, bis die registrierten Waffen in irgendwelchen Zeitungen oder Zeitschriften zu lesen sein werden. Ein Trost: sicher werden zuerst die Großkopferten drankommen. Ich weiß auch schon, wer das sein wird.

Kommentare   

+19 #1 Soslan Khan Aliatasi 2014-11-11 17:00
Zitat:
Keine Verschlüsselung, keine gesicherte Leitung bei der Datenweitergabe, keine Verschlüsselung der Datenbank selber. Das geht – man faßt es nicht – über eine normale Leitung wie jedes patscherte E-Mail. Man muß sich fragen, ob die Verantwortlichen alle Tassen im Schrank haben.
Das erinnert mich an die Sache mit dem hochgeheimen Regierungsbunker in den Tauern: Teuer höchstgeheim erbaut – aber im Grundbuch war alles einsehbar und auch kopierbar.
Das ZWR ist nichts anderes als die Liste für Verbrecher und andere böse Menschen wo was zu stehlen oder mit Gewalt zu holen ist. Und das werden die auch tun. Wer der/die Hirni war, die den Schwachsinn mit dem ZWR aufgebracht hat und durchgedrückt hat ist bekannt. Man sollte sich bei ihr bedanken…wie auch immer.

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