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Vom Umgang mit Kühen

Vom Umgang mit Kühen

 

Ich bin ein Westernreiter und kenne mich daher mit Pferden gut aus. Mit Kühen übrigens auch – ein Cowboy eben.

Unlängst wieder geschehen: Eine Urlauberin wird auf einer Kuhweide getötet. Sie war mit ihrem Hund unterwegs, die Kühe waren damit nicht einverstanden und haben sie angegriffen. Das kommt immer wieder vor, Gott sei Dank geht es auch manchmal glimpflicher aus.

Die Kuh ist lila, die Milch wird im Packerl geliefert, die Fischstäbchen tiefgefroren und das Schnitzel vakuumverpackt. Unsere Gesellschaft kann mit der Natur nichts mehr anfangen. Wir haben die Zuständigkeit dafür abgetreten. Die Natur wird uns von Redaktionstussis, von Verbrecherorganisationen, die Spendengelder veruntreuen und von Pseudowissenschaftlern erklärt. Der Kontakt beschränkt sich auf Samtpfoten (gut), Hunderln (auch gut) und Kampfhunde (schlecht). Mehr weiß keiner mehr. Mit Kühen kann man nicht umgehen.

Da nimmt es nicht wunder, wenn Unfälle passieren. Erst vor kurzem hat eine Tierpflegerin in einem Zoo (also anscheinend eine Kundige) einen Orang-Utan streicheln wollen und der hat ihr den Finger abgebissen und unser Eisbär in Schönbrunn hat einen Pfau gefressen. Tiere verhalten sich wie Tiere, Raubtiere verhalten sich wie Raubtiere und Kühe sind manchmal über ungebetene Besucherinnen nicht erfreut, vor allem dann, wenn sie Hunde mithaben.

Daß in so einem Umfeld das Verständnis für die Jagd nicht gedeihen kann, ist klar. Den spanischen König hat man medial geschlachtet, weil er einen Elefanten geschossen hatte. Und vor kurzem hat Facebook – das mediale Trottelreservoir – Bilder einer jungen Jägerin entfernt, die sich mit einem von ihr erlegten Oryx abbilden hatte lassen.

Gerade kommt der Xte Affenfilm heraus. Ich bin schon gespannt. Auf einem Bild hat so ein Affe eine Pumpgun in der Hand. Frage, wovor sich die Kinder wohl mehr fürchten werden: vor der Pumpgun oder vor dem Killeraffen.

Für unsere Kuschelpädagogen weiß ich die Antwort natürlich schon: Bussi für den Affen und weg mit den Waffen.