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Post vom Innenministerium

Post vom Innenministerium

 

Manchmal geschehen Wunder und Briefe an das Innenministerium werden von diesem beantwortet. Kommt natürlich darauf an, wer fragt.

Wenn ich frage oder die IWÖ fragt, wird das natürlich nicht beantwortet. Unlängst habe ich dem Ministerium eine Rechnung geschickt – noch kein ministerielles Ohrwaschel hat sich gerührt. Aber ist halt so. Statt ihre Rechnungen zu zahlen wie es sich gehört, müssen sie ja Migranten- und Asylantenkuscheln. Dafür ist Geld genug da.

Aber es haben sich im Zusammenhang mit den Wahnsinnsideen der Frau Malmström einige besorgte Menschen – soferne legale Waffenbesitzer von der Obrigkeit in diese Kategorie überhaupt eingeordnet werden – an das Ministerium gewendet und gefragt, wie es denn weitergehen soll, wenn das in der EU umgesetzt werden sollte.

Tatsächlich gibt es Antwortbriefe. Und einen davon – sind im wesentlichen alle gleich – hat mir ein Mitglied zur Verfügung gestellt.

Also: Abwiegelung pur. Malmstöm hat ja nur einen „Vorschlag“ gemacht. Eine integrierte Strategie (was ist denn das?) zur Bewältigung der Bedrohung durch Schußwaffen. Es gäbe keine legislativen Vorschläge.

Heißt: Regt Euch ab, liebe Leute, ist ja nur ein Vorschlag, die liebe Frau Malmström hat ja nur darüber nachgedacht und es geht lediglich um die Schußwaffen in „kriminellen Händen“ und die Bekämpfung der illegalen Waffen. Schlafet also ruhig weiter es kann Euch gar nichts geschehen! Und vor allem – wählt unsere Koalitionskasperln ins EU-Parlament!

Weiter: Bei den Waffenrichtlinien „hat Österreich bekanntlich eine sehr kritische Haltung eingenommen und eine übermäßige Erschwerung des legalen Waffenerwerbs und Waffenbesitzes abgelehnt.“

Ah da schau her! Was das Ministerium nicht alles weiß! Das muß ich rein übersehen haben und ich habe auch sicher übersehen, daß unsere Vertreter in der EU (mit einer Ausnahme) dieser Richtlinie begeistert zugestimmt haben. Unsere MEP Karas und Rübig haben mir sogar nach der Abstimmung ausführlich erklärt, warum diese Richtlinie für die österreichischen Jäger und Sportschützen ganz wunder bar ist und wie sicher dann Österreich werden wird, wenn wir erst alles registriert haben.

Und zum krönenden Abschluß wird das derzeitige österreichische Waffengesetz noch einmal kräftig gelobt:

„Österreich hat ein ausgewogenes, die Interessen sowohl der Befürworter als auch der Gegner des privaten Waffenbesitzes berücksichtigendes Waffengesetz.“

Das hat die Briefschreiberin, die Frau Mag. Ariane Holezek LL.M., ahnungslos wie sie zu sein scheint, irgendwo abgeschrieben und ich weiß auch wo. Und das hätte sie besser nicht tun sollen, denn das ist wirklich empörend und entlarvend.

Wir erfahren nämlich damit ganz offiziell und von höchster amtlicher Stelle, daß unsere Regierung und damit auch unser Parlament die Interessen der Gegner des privaten Waffenbesitzes vertritt und daß diese Interessen ganz selbstverständlich in die Gesetzgebung eingeflossen sind. Und natürlich werden die „Interessen der Gegner des privaten Waffenbesitzes“ im administrativen Vollzug des Gesetzes ganz besonders gut wahrgenommen.

Die Maske ist gefallen. Danke Frau Magister Holezek! Ein schöner Brief, wirklich. Wir werden ihn gut aufheben. Und wo die Gegner des privaten Waffenbesitzes residieren, wissen wir jetzt auch ganz genau – nämlich im Innenministerium.

Kommentare   

+16 #4 Gerhard M. 2014-05-18 13:11
Ich habe ja schon einige male die Dummheit der österreichischen Wählerschaft angeprangert, denn auch sie sind maßgeblich mitschuldig an den jetzigen Waffengesetzen. Kommende Woche sind ja EU Wahlen und ich habe wieder das seltsame Gefühl, dass meine Annahme über die Dummheit der österreichischen Wählerschaft bestätigt wird.
+13 #3 Georg Zakrajsek 2014-05-18 11:58
Wenn man es genau nimmt: gar keiner.
+17 #2 Gustav 2014-05-18 10:14
Wer von den ÖVP Nationalratsabgeordneten und welche Regierungsmitglieder sind denn überhaupt noch für den legalen Waffenbesitz?
+19 #1 Rainer 2014-05-17 22:16
Keine Sorge Godzilla kommt ja nicht...oder wie war das?

Nein, er kommt nicht, er ist schon da und zuviele haben ihn selbst gewählt und eingeladen.

Grüße
Rainer

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