Polizei

Negeraufstand – was zu erwarten war

Negeraufstand – was zu erwarten war

 

Es hat recht lange gedauert, bis der Polizist in Ferguson endlich rehabilitiert worden ist. Eine Jury, also ein Gericht, hat erkannt, daß gegen ihn keine Anklage erhoben wird. Klare Notwehr, kein Zweifel an seinem rechtmäßigen Handeln. Wer den erschossenen dunkelhäutigen Mitmenschen gesehen hat, wie er knapp vor seinem Ende einen Ladenbesitzer mißhandelt hat, wird begreifen, daß beim Polizisten eine Notwehrsituation gegeben gewesen ist.

Aber Grund für einen Aufstand war das jedenfalls. Gleich nach dem Vorfall war es ebenso. Eine marodierende Bande hat Geschäfte zerstört, Autos angezündet und hemmungslos geplündert. Diese Leute haben nur einen Vorwand dafür gebraucht, ihren Aggressionen und ihrer Zerstörungswut freien Lauf zu lassen. Plünderungen gehören da dazu, man will ja auch etwas haben von seiner gesteuerten Entrüstung.

Unsere Medienidioten haben hier fleißig mitgetan. Hier der arme „unbewaffnete“ (Achtung nie „unbewaffnet“ vergessen bei der Berichterstattung!), von dem man ein herziges Kinderbild veröffentlicht hat und dort der brutale, schießwütige, weiße Polizist, der einen Unschuldigen, Unbewaffneten erbarmungslos umnietet. Die Fronten sind klar abgesteckt. Der Medien-Rassismus feiert fröhliche Urständ.

Manchmal wünscht man sich, unsere Polizisten hätten ein wenig von der Entschlossenheit und dem Mut der Polizisten in den USA. Stattdessen müssen sie sich anspucken, beschimpfen, schlagen und verletzen lassen. Wehren dürfen sie sich nicht.

Die amerikanischen Polizisten sind aber keineswegs mutiger und entschlossener als die unsrigen. Aber sie haben andere Sicherheitspolitiker und andere Vorgesetzte. Und sie haben auch Gerichte, die Recht und Unrecht noch unterscheiden können.