Polizei

Weg mit den Punkern – eine Nachlese

Weg mit den Punkern – eine Nachlese

 

Gestern habe ich das ironisch und humoristisch geschildert. Das hat sehr vielen meiner Leser gefallen. War auch bitter nötig und die Herrschaften im BMI haben das bei Gott verdient.

Aber im Ernst: Die Polizisten können für diese Pleite nichts. Das war Politik und das ist Politik – österreichische Politik.

Die Kritik war recht deutlich, aber sie war nicht immer gerechtfertigt. Denn die Polizei kann am wenigsten dafür. Die Fehler sind wo anders zu suchen und wir alle wissen auch wo.

Tatsache ist, daß für die Räumung zusätzliche Demonstrationen angekündigt waren. Deutsche Chaoten waren zu erwarten, was beim Akademikerball geschehen ist, hätte sich wiederholen können und was da passiert ist, haben wir noch in guter (oder in schlechter) Erinnerung.

Der Einsatz einer entsprechenden Anzahl von Polizisten war jedenfalls zuerst einmal gerechtfertigt und daß man natürlich auch für den Ersatz Vorsorge treffen mußte, war auch gerechtfertigt. Und angefordert hat die Polizei ja auch schließlich das Gericht, um den Räumungsbescheid durchsetzen zu können.

Nur - irgendwann war schon klar, daß die Demonstrationen nicht stattgefunden haben und man nicht mehr als 19 solcher Punker gegenübergestanden ist. Und da wäre der Einsatz zurückzufahren gewesen und die Polizisten hätten nach Hause gehen können. Allerdings hätte es keine so schönen Bilder und Berichte gegeben. Gezeigt wurde uns da schon etwas um unser Steuergeld.

Wer das alles zahlen wird, wissen wir natürlich auch. Die Punker nicht und die Hausbesitzer auch nicht, die haben ja schließlich die Räumungsklage gewonnen. Bleibt der Steuerzahler, der zahlt ohnehin immer alles. Also kann der Herr Justizminister das Nachdenken einstellen. Da kommt ohnehin nichts Gescheites heraus.