Politik

Der Gipfel der Datensicherheit ist erreicht

Der Gipfel der Datensicherheit ist erreicht

 

Die Bürger sind zunehmend besorgt. Sie fürchten um die Sicherheit ihrer Daten, ihrer Daten, die der eigene Staat ungeniert sammelt und hortet. Sie fürchten, daß die Daten in die unrechten Hände kommen und dabei sind sie ja schon in den unrechten Händen – in den Händen des Staates nämlich.

Dort gehören sie aber gewiß nicht hin. Denn unser Staat benützt die gesammelten Daten zum Schaden seiner eigenen Bürger, denn das Überwachungsnetz wird immer enger. Unserer Sicherheit dienen diese gesammelten Daten aber nicht. Denn es werden ja Daten vorwiegend von anständigen Bürgern gesammelt und gespeichert.

Jüngstes Beispiel: das unselige ZWR. Dort sind ja nur die Daten der legalen Waffenbesitzer gespeichert, die bösen Buben denken nämlich nicht daran, ihre illegalen Waffen der Behörde preiszugeben. Sie sind nämlich böse, aber dumm sind sie beileibe nicht. Dumm sind ja nur unsere sogenannten Sicherheitspolitiker.

Nun ist aber eine fast unglaubliche Geschichte publik geworden:

Die Daten des Innenministeriums sind gesperrt, keiner kann in den Computer hinein. Also können die Datensammler selbst ihre eigenen Daten nicht mehr einsehen. Eine riesige Blamage. In jedem anderen Land ein zwingender Grund für den zuständigen Minister, sofort zurückzutreten.

Aber wir sind ja in Österreich. Da passiert so etwas nicht. Niemand tritt zurück. Die Frau Minister stellt sich unverfroren vor die Kamera und erklärt uns Trotteln, wie das passiert ist. Das sei so, sagt die Frau Minister treuherzig, wie wenn man den Schlüssel zu einem gut gesicherten Safe verliert. Und den Schlüssel haben wir halt verloren. Ist eben so. Da kann man nix machen.

Der brave Bürger freut sich. Es ist natürlich ein gerüttelt Maß an Schadenfreude dabei. Und der brave Bürger denkt sich, wie es wäre, wenn man gewisse Politiker irgendwo einsperrt und dann den Schlüssel einfach wegwirft. Ganz weit weg.