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Professoren unter sich

Filzi diskutiert mit einem echten Professor. Das muß man lesen in der "Krone". Immerhin ist der Filzi ein Professor. Auch Heinz Conrads war einer, den Filzi hat man aber in der letzten Zeit viel häufiger gesehen. Den Conrad früher  nur am Sonntag, den Filzi jetzt viel häufiger.

Es geht - erraten - um Corona und darum, wer die besseren Ideen hat. Daß die alle gut sind darf man ja von den Professoren erwarten, denn was Gescheiteres wird man ja kaum finden in unseren Landen.

Übrigens: Die Bischofberger war auch krank, ist aber schon wieder gesund und konnte die Zadic interviewen. Aber die ist gesund geblieben. Allah sei Dank.

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Wie feige ist ein Mörder?

 

Kommt darauf an. In der Journalistenschule (gäbe es sie heute noch) lernt man sicher, daß ein Mörder immer „feige“ sein muß. Gerade wieder in so einer Trottelzeitung gelesen. Ich sage nicht in welcher, weil die ja alle unglaublich deppert sind.

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Politik

Wie ich bei den Punkern jämmerlich gescheitert bin

Wie ich bei den Punkern jämmerlich gescheitert bin

 

Meine Leser kennen mich als Sicherheitsexperten – natürlich auch das BMI. Außerdem bin ich im BMI ungemein beliebt und werde wegen meiner nützlichen Ratschläge und wegen meiner konstruktiven Kritik dortselbst besonders geschätzt.

Was Wunder also, daß ich bei der Punker-Problematik (Räumung eines besetzen Hauses in Wien) als Berater und Experte herangezogen wurde. Begrüßenswert. Leider ohne Erfolg und wie das zugegangen ist, möchte ich im folgenden schildern:

Zuerst einmal habe ich versucht, Vorschläge zu erstatten, die eine möglichst gewaltfreie, situationsangepaßte, fast möchte ich sagen: situationselastische Vorgangsweise ermöglichen. Dabei bin ich stufenweise vorgegangen.

Mein erster Vorschlag:

Einsatz von geübten Demonstrantengruppen mit migrantischem Hintergrund, die sich schon bei Anti-Israel-Demonstrationen bestens bewährt haben. Dabei habe ich angeregt, es mögen die Demonstranten in leichter Abwandlung ihrer bekannten Sprüche: „Punker, Punker, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ rufen. Die dann einzeln herauskommenden Punker könnten dann leicht und unproblematisch abtransportiert werden.

Dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Vor allem Reinhard Kreissl von der Kriminalsoziologie und Heinz Patzelt von AI waren entschieden dagegen. Der Ruf: „Jude, Jude, feiges Schwein!“ sei zwar in Deutschland durchaus akzeptiert und anerkannt, auch von der Polizei und der Staatsanwaltschaft, die Abwandlung auf „Punker“ könne aber die entsprechenden sozialen Gruppen beleidigen und kränken, dürfe somit aus Gründen des Minderheitenschutzes und der Menschenrechte nicht toleriert werden.

Mein zweiter Vorschlag:

Der Herr Polizeipräsident solle in historisch bewährter Weise am Ort des Geschehens erscheinen und mit dem Ruf: „I bins! Da Präsident! Kummts ausse!“ die Hausbesetzer zur Aufgabe auffordern. Wurde zwar ausführlich diskutiert, letztlich aber abgelehnt. Da die Hausbesetzer zum Großteil aus dem Vierten Deutschen Reich zugewandert seien, bestünde die Gefahr, daß diese die mundartlich gefärbte Aufforderung nicht verstünden.

Also mein nächster Vorschlag:

Als Eskalationsstufe drei solle die Bundesministerin selbst zum Einsatz kommen. Mit dem energischen Ruf: „Her mit den Schlüsseln!“ würden die Hausbesetzer zur Herausgabe der Haus- und Wohnungsschlüssel veranlaßt und der Rest wäre dann ein Kinderspiel. Leider ist auch dieser Vorschlag nicht auf Zustimmung gestoßen. Die Frau Minister hat gemeint, sie hätte den Ruf: „Her mit dem Zaster, her mit der Marie!“ mühsam einstudiert, ein Umlernen sähe sie nicht im Bereich der Möglichkeiten und der Ruf nach dem Zaster und der Marie würden bei den voraussichtlich vermögenslosen Punks nichts bewirken. Auch ihre Berater und die Pressesprecher stimmten dem zu, so daß auch diesem Vorschlag kein Erfolg beschieden gewesen ist.

Dann habe ich den Einsatz des Bundesheeres vorgeschlagen:

Die UNO-Truppe nebst einigen Panzern könnte die Besetzersitutation spielend leicht in den Griff bekommen.

Hier widersprach der Verteidigungsminister energisch. Er stellte fest, daß mangels Treibstoffs die Anreise der Truppe nach Wien budgetär nicht vertretbar wäre. Außerdem seien die Transportmittel, die Pinzgauer und die Puch G längst veräußert, Panzer gäbe es überhaupt keine mehr und die eventuelle Anreise der Soldaten im eigenen PKW wäre versicherungstechnisch nicht abgeklärt. Er könne höchstens einen Vizeleutnant und einen Hauptmann der Garde abstellen, wobei die aber nur in der weißen Galauniform aufzutreten bereit wären. Das hätte aber wegen der starken Verschmutzungsgefahr sicher nicht die Billigung des Heeresbeschaffungsamtes, so daß auch hier keine Lösung möglich sei.

Als letzte Möglichkeit habe ich dann die EU vorgeschlagen:

Der Aufmarsch der Abgeordneten Lunacek mit ihrer Kampf-Lesbentruppe und der Einsatz der Innenkommissarin Malmstöm würden nach meiner Meinung die Hausbesetzer umgehend zur Aufgabe bewegen.

Aber auch hier gab es keine brauchbare Lösung. Frau Lunacek hatte sich leider bei ihrem letzten öffentlichen Auftritt eine noch nicht ausgeheilte Buttersäureallergie zugezogen und ohne Lunacek wären die Kampflesben nicht einsatzbereit. Auch die Frau Malmström war nicht verfügbar. Sie sei intensiv mit dem Studium der kommenden EU-Waffenverbotsstrategien beschäftigt hat es aus ihrem Büro geheißen und sie leide überdies Herzrhythmusstörungen seit ein IWÖ-Mitglied in das EU-Parlament gewählt worden ist. Leider auch nix.

Ich habe daraufhin meine Beratertätigkeit eingestellt und Honorarnote gelegt. Leider konnte mir das BMI meine Rechnung von 1.200 € nicht bezahlen, weil die Frau Minister den Betrag bereits für den Friseur und ein neues weißes Sommerkostüm ausgegeben hatte. Macht nix. Gebe ich halt keine Ratschläge mehr.

Jedenfalls hat die Geschichte dann ohne meine Mitwirkung stattgefunden. Man weiß ja, wie es gelaufen ist.

Kommentare   

+1 #11 Malermeister Schiele 2014-08-05 10:05
Brillant!
+14 #10 Erwin Steyrer 2014-08-03 11:43
+++++5Tooooppppp!!!!
+14 #9 Loki 2014-08-03 11:26
Super! Durch mein Lachen habe ich sogar meine Tochter (Studentin, macht gerade Ferien) aufgeweckt.
Keine Angst, meine Tochter ist begeisterte Sportschützin und studiert an sich brav.
Sie wird mal Psychologin. Mit Sicherheit keine rotz- grüne.
+18 #8 Walter Murschitsch 2014-08-03 09:21
Einfach herrlich ! Einfach Zakrajsek !

Mfg
+12 #7 Georg Zakrajsek 2014-08-03 09:04
Neue Tastatur geht sicher, aber nur, wenn man Fördermitglied ist.

Übrigens: Man sollte ich unbedingt Jagd und Natur TV ansehen. Letzter Beitrag. Jagd und Öffentlichkeit. Hervorragend!
+16 #6 Eugen Gerber 2014-08-03 00:30
Klasse. Dieser Text ist einfach klasse …
+18 #5 Richard Temple-Murray 2014-08-02 22:11
OK Georg, neidlos zugestanden: Das ist nicht zu toppen!

P.S.: Wegen der zwei Gardeleute - wäre die Uniform rein weiß gewesen, oder hätte man notfalls wenigstens über einen rosa Spiegel verhandeln können?
+17 #4 Gustav 2014-08-02 21:52
Oder Hypnosaften bis sie rauskommen!

Ich verstehe von solchen Dingen nichts, allerdings kann noch mir kaum vorstellen, daß die Polizisten viel Spaß bei der Räumung hatten. Auch als Polizist sollte man Spaß bei der Arbeit haben. Was kosten eigentlich paar Kisten Flasbangs, Tränengas- und Nebelgranaten? Oder mit dem Paintball-Markierer und Pfeffermunition dem Punk den Sack würzen, wenn er aus dem Fenster pinkelt.

Wahrscheinlich bin ich zu egoistisch für so eine Aufgabe und denke zu sehr an meinen eigenen Spaß.
+17 #3 Dreamworks 2014-08-02 21:42
Das ist eigentlich gar nicht Lustig, es hätte ohne weiteres so sein können. Überhaupt nicht abwegig ;-)
+20 #2 Tecumseh 2014-08-02 21:35
Ganz köstlich, nicht zu übertreffen!

Gott sei Dank hatte ich nichts trinkbares in der Nähe, sonst wäre es mir vermutlich genau so ergangen, wie meinem Vorposter!
Nur, bei mir hätte der Bildschirm eine Dusche bekommen!

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