Politik

Unsere Politiker lassen sich beraten

Unsere Politiker lassen sich beraten

 

Anscheinend sind unsere Politiker nicht mehr in der Lage, ihr Ressort zu verstehen und die an einen Minister gestellten Forderungen zu erfüllen.

Beim neuen Außenminister hat das jeder gewußt, aber er ist ja noch jung und hat nicht einmal ein Studium geschafft, aber was macht das schon? Jung und fesch muß man sein, schon stimmen die Umfragewerte und der Weg zu einer weiteren Karriere steht weit offen.

Bundeskanzler vielleicht? Wär schon was und Kurz würde das ganz leicht schaffen, hat ja auch unser derzeitiger Kanzler auch keine Ausbildung – nicht einmal die Matura ist ihm gelungen und dennoch führt er unser Staatsschiff umsichtig wie der Kapitän Schettino von einer Klippe zur anderen.

Also hat sich der Außenminister einen Beraterstab geschaffen, der sich sehen lassen kann:

Gusenbauer zum Beispiel, der hat ja eine unglaubliche internationale Erfahrung, berät ja schon mit schönem Erfolg (für seine Brieftasche) das schöne Land Kasachstan. Borat läßt grüßen. Der richtige Mann am richtigen Platz. Interessenskollision wird es je wohl keine geben. Was Kasachstan nützt, nützt auch Österreich. So die Parole.

Ein besonderer Experte ist Albert Rohan – früher im Außenministerium – der es in seiner aktiven Zeit zusammengebracht hat, Slowenien mit Kroatien zu verwechseln. Der kennt sich also aus auf dem Balkan. Kommentar überflüssig.

Dann gibt es noch die Direktorin des Jüdischen Museums. Wo in der Ukraine ein solches Museum errichtet werden wird, wissen wir alle noch nicht, wird sich aber herausstellen.

Frau Gürtler wird vielleicht in Kiew einen Opernball arrangieren, Georg Kapsch die Pisa-Studien dort betreuen und nicht vergessen: Fischler und Ferrero-Waldner sind auch noch dabei. Die werden alle – wie man bei uns sagt – das Kraut fett machen und Österreich künftig kräftig blamieren.

Ist aber auch schon wurscht. Wir haben den jüngsten, den feschesten Außenminister aller Zeiten, wenn man vielleicht vom Metternich absieht. Da wird alles wieder gut.

 

P.S.: Übrigens, auch unser Finanzminister kennt sich in seinem Ressort nicht aus. Für die Hypo hat er nämlich Berater engagiert, die bis jetzt bereits 300 Millionen Euro gekostet haben. Zusammengebracht haben sie natürlich nichts, das hat ja auch keiner erwartet, der Minister höchstselbst wohl auch nicht. Aber Geld ist genug da.

Wir haben es ja. Die Berater des Außenministers sind dagegen, so verlautet es, kostenlos. Spesen werden sie aber schon kriegen. Von den Spesen könnte unsereiner ganz gut leben. Aber bitte – keinen Neid!