Politik

Biene oder Drohne

Biene oder Drohne

 

Der neue Herr Landwirtschaftsminister hat gleich am Anfang seiner Tätigkeit einen seltsamen Einstieg gehabt: Er wollte das Radetzky-Denkmal vor „seinem“ Ministerium weghaben. Es sei zu kriegerisch. Sagt ein Tiroler. So weit, so blöd.

Aber abgesehen davon, daß es nicht „sein“ Ministerium ist, sondern das Ministerium der Österreicher, das er bestenfalls verwalten darf – über ein Denkmal zu befinden, steht ihm überhaupt nicht zu. Das ist eine bodenlose Frechheit von einem Minister, der ja schließlich – wie der Name schon sagt – ein Diener ist, mein Diener nämlich, denn ich zahle ja nicht wenig für sein Ministerium und das sollte er doch bedenken, bevor er einen solchen Stumpfsinn redet.

Dann kam gleich die Adoptionsgeschichte, die einen Landwirtschaftsminister schon überhaupt nichts angeht.

Und schließlich hat er sein Ministerium umgetauft, was uns – wieder den Steuerzahlern – Millionen  kosten wird. Allein das Briefpapier.

Aber einer Regierung, der die Hypo wurscht ist, wird auch das wurscht sein.

Jetzt wird er in „Österreich“ interviewt. Dort lobt man ihn brav, denn ein Minister ist ja auch Herr über die Inserate, von denen die Zeitung lebt. Der Herr Minister sagt von sich selber, daß er sehr fleißig wäre und bezeichnet sich ganz stolz als „Arbeitsbiene“.

Nun gut, der frühere Herr Landwirtschaftsminister hätte etwas für (oder gegen) Bienen gehabt. Drum mußte er gehen. Und ich hätte etwas gegen solche „Arbeitsbienen“. Einen Stimmzettel.