Politik

Das schwarze Ohr an der Wand

Das schwarze Ohr an der Wand

 

Das ist der Lauscher nicht nur an der Wand sondern überall und der Lauscher ist schwarz. Wir werden abgehört, alles wird abgehört, sogar das Telefon der Frau Merkel. Ob auch österreichische Politiker dabei sind, weiß man nicht, eher nicht, denn was Faymann und Spindi so von sich geben, ist schon im Original uninteressant genug. Was sollen die für Geheimnisse haben? Läppisch und lächerlich.

Aber jetzt ist der schwarze Mann an die Öffentlichkeit getreten und hat über die Abhöraffäre gesprochen. Daß der überhaupt noch im Amt ist, verwundert stark – ein republikanischer Präsident hätte schon längst seinen unrühmlichen Abschied nehmen müssen. Watergate und Nixon – mehr muß man nicht dazu sagen.

Was er uns dabei erzählt hat war lächerlich. Man ist ja gewohnt, von den Politikern angelogen zu werden, aber so schamlos zu lügen wie Obama hat sich noch keiner getraut. Der Bursche kann sich anscheinend wirklich alles erlauben und alle fressen das ohne Widerspruch.

Eine neue Agentur statt der NSA soll jetzt abhören wird verkündet. Alles wird dadurch demokratischer und kontrollierbarer werden. Das glaubt wohl nicht einmal der Obama, aber wir sollen das glauben. Und die Regierungschefs – gemeint die Merkel – soll auch nicht mehr abgehört werden. Da spricht Pinocchio und seine Nase wächst nicht.

Es bleibt also alles beim Alten, Schlechten und nichts wird besser. Die Einrichtungen und die elektronischen Werkzeuge sind da und sie werden weiter benützt, Ganz gleich, welchen Namen die neue NSA tragen wird.

 

Der gläserne Österreicher wird noch durchsichtiger

Was sagen unsere Politiker dazu? Nichts natürlich. Ein Rufer in der Wüste, der Abgeordnete Deimek (FPÖ) hat gemeint, die Bundesregierung möge in der ganzen Skandalgeschichte eine aktive Rolle übernehmen und auf unsere Grundrechte achten.

Ich denke, das wird nicht passieren. Unsere Politiker profitieren doch von der Abhörerei, sie naschen doch schamlos mit, auch sie werden sicher das Ohr an der Wand haben und wissen wollen mit wem und worüber ich telefoniere und welche e-mails ich verschicke. Die Grundrechte sind denen wirklich wurscht.

Bald muß ich auch alle meine Waffen registriert haben, wenn ich das nicht mache, werde ich schwer bestraft. Wozu das gut sein soll, weiß niemand, ich bin ja schließlich kein Verbrecher und kein SPÖ-Gemeinderat, der mit einer Handgranate ins Jenseits befördert worden ist.

Übrigens: Gut ist die Registriererei schon. Aber nicht für mich sondern für die Leute, die so gerne wissen wollen, wer eine Waffe zu Hause hat. Und die sich irgendwann diese Waffen auch holen werden.