Militär

Die Garde schmückt sich

Die Garde schmückt sich

 

Mit einem Myrtenkranz. Zwei Gardisten (männlich) haben sich das Ja-Wort gegeben und das wurde kräftig gefeiert. In der „Krone“ und im „Kurier“ auch. Das Fernsehen ist mir abgegangen, kommt aber vielleicht noch, In den „Seitenblicken“ hätte ich schon gerne einen Seitenblick auf das glückliche Paar – ganz in Weiß und mit Orden geschmückt – geworfen.

Darüber habe ich geschrieben und wie ein Haftelmacher darauf geachtet, daß ich nicht auf einmal als „homophob“ gebrandmarkt werde. Ich weiß ja, daß man heute nicht homophob sein darf, da ist die nächste Stufe gleich Neonazi. Also habe ich verständnisvoll und feinfühlig, wie es meine Art eben ist, berichtet.

Da ich ja auch beim Bundesheer gewesen bin – sogar im Presse- und Informationsdienst – habe ich mich aber gefragt, was denn das Bundesheer zu dem ganzen Medien-Trara gesagt hat. So ohne weiteres kann man ja nicht Presseveranstaltungen machen und das Bundesheer anläßlich einer Privatfeier in die Medien bringen.

Nun habe ich aber Informanten. Und die haben mir mitgeteilt, daß die etwas peinliche Geschichte sogar vom Ministerbüro höchstselbst genehmigt worden sein soll. Klug war das nicht, das heißt: der Klug war das also schon. Und die Welt – und das Bundesheer – steht auch nimmer lang.

 

Outing

Mache ich jetzt: Ich bin nicht homophob. Aber natürlich und normal ist das Ganze nicht.