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Verkehr

Wir fahren auf der Autobahn

Wir fahren auf der Autobahn

 

Da fährt man schnell, manchmal auch zu schnell. Vor allem dann wenn man Minister ist. Da sitzt man im bequemen Fond, arbeitet – merke: Minister arbeiten immer und überall – und übersieht ganz, daß der Chauffeur viel zu schnell unterwegs ist. Der verwichene Innenminister Strasser hätte in einem solchen Fall einfach seinen Laptop dem Fahrer an den Kopf geschmissen, aber unser Landwirtschaftsminister ist ja ein Mensch der feinen Lebensart, außer er versäumt einen Flieger.

 

 

Also 180 Sachen für den Minister. Schadet der Umwelt aber nicht wirklich, Herr Umweltminister. Wer glaubt schon so einen Unsinn.

Die österreichischen Autobahnen vertragen alle natürlich locker 200 fast überall, mit wenigen Ausnahmen. Daher sollte man daraus Geld machen.

Ich würde ein 180er Pickerl auflegen, kann jeder kaufen um viel Geld und wenn das auf der Windschutzscheibe pickt, darf man also 180 fahren. Wenn man bedenkt, was manche für das Wunschkennzeichen ausgeben, wäre das wahrscheinlich ein hervorragendes Geschäft.

Bis in die Siebziger gab es ja in Österreich überhaupt keine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung, weder auf Freilandstraßen noch auf der Autobahn. Erst die Ölkrise hat diese Beschränkungen verursacht. Ist auch gegangen.

Eines allerdings: Nach meiner Idee dürfen dann Dienstwagen nur 100 fahren, Polizei, Feuerwehr und Rettung ausgenommen. Das muß aber erbarmungslos kontrolliert werden und es ist streng darauf zu achten, daß der ertappte Bonze das tatsächlich aus der eigenen Tasche zahlt. Zur Kasse, lieber Herr Minister!

 

Kommentare   

+4 #3 Franz Hillstein 2013-06-25 16:47
Angeblich heißt es doch"Vor dem Gesetz sind alle gleich".Oder haben die Polis einen Sonderbonus?
+11 #2 Loki 2013-06-25 08:19
Wahrscheinlich fährt der genauso auf der Autobahn wie er Politik macht: Schlechter als es die Polizei erlaubt...
+9 #1 Gustav 2013-06-24 14:28
Achsoooo, ich dachte immer die ASFINAG verwendet billigen Asphalt, der nur bis 130 zugelassen ist. Wohingegen in Deutschland etwas mehr investiert wird und man so die Bauartgeschwindigkeit seines Fahrzeuges vielerorts ausfahren darf.

Das mit dem 180er Pickerl ist aber eine gute Idee. Wenn Österreich schon Zertifikate kauft, dann sollte man diese schöne Idee auch als Bürger direkt finanzieren können. Aber sind wir ehrlich, 180 sind auch nicht gerade viel, bei dieser Geschwindigkeit stößt vielleicht ein Frauen-Stadt-Auto mit 60 PS an seine Grenzen. Aber ein SLS AMG ist bei 180 gerade mal in dem 4. Gang von 7. So könnte man den Widerstand gegen eine Reichensteuer brechen, wenn der Oligarch ein Picker zur Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung erwerben kann. Ein guter Anreiz damit die Lemminge freiwillig und vielleicht sogar gerne zahlen.

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