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Pädagogik

Parlamentarische Kinderverblödung

Parlamentarische Kinderverblödung

 

Manchmal fallen mir Zeitungen in die Hände, die ich besser nicht gelesen hätte. Eines dieser Blätter ist zum Beispiel der „biber“ ein besonders widerliches Anbiederungsblattel, frech gefördert aus unseren Steuergeldern.

 

 

Noch so eine Medienkatastrophe ist die „Demokratische Werkstatt aktuell“ herausgegeben und wahrscheinlich auch gestaltet von der Parlamentsdirektion. Wer das wirklich monatlich verbricht, habe ich nicht herausbekommen. Ist wahrscheinlich auch besser so.

Diese „Werkstatt“ ist für Kinder bestimmt, ist aber von einer unglaublichen Primitivität und Blödheit. Welches Kind das lesen soll, ist mir nicht einsichtig. Ich habe einen Test mit Mittelschülern gemacht und das einhellige Urteil war: „ein vertrottelter Schwachsinn“, und „für wie blöd halten die uns?“

Da gibt es Bildergeschichten, konstruierte Interviews und eine entlarvende Geschichte über die Pressefreiheit, die uns drastisch vor Augen führt, daß Österreich unglaublich weit von der Pressefreiheit entfernt ist. Das steht nämlich:

„In Ländern ohne Pressefreiheit werden die Nachrichten so zurechtgeschnitten, wie es die MachthaberInnen wollen“.

Abgesehen von dem völlig unnötigen und vertrottelten „Binnen I“ kann ich dem uneingeschränkt zustimmen. Genau so geht es nämlich bei uns in Österreich zu.

Noch was: Über die unabhängigen und die abhängigen Medien schreiben die Herrschaften von der Parlamentsdirektion:

„Ein abhängiges Medium darf nur das einarbeiten, was große Unternehmen, eine Partei oder der Staat für angebracht halten.“

Genau getroffen, nicht wahr Herr Faymann und Herr Ostermayer! Wie war das denn mit der ÖBB oder mit den Energieunternehmen?

Und ganz zum Schluß noch eine Geschichte über „unsere Rechte“ (die Rechte der Kinder gemeint):

Da wird zuerst geschildert, wie die Politiker in einem fiktiven Land die Kinderarbeit einführen wollen und dann:

„Wenn alle Kinder arbeiten, brauchen wir auch keine Schulen mehr. Und ungebildete Menschen kann man auch viel leichter regieren.“

Gut beobachtet, liebe Parlamentsdirektion! Ungebildete Menschen können viel leichter regiert werden. Die Frau Minister Schmied arbeitet ohnehin schon mit großem Erfolg daran. Aber daß man aber dazu noch eine eigene Zeitschrift braucht, ist der Gipfel der Unverfrorenheit.

 

Kommentare   

+14 #3 Gustav 2013-05-05 16:42
Nein, das ist nicht egal, das ist bestimmt so gewollt. In den Ministerien arbeiten erfahrene Juristen, kann mir keiner einreden, dass die das nicht kommen sehen. Also wird das billigend in Kauf genommen. Am Ende steht der legale Waffenbesitzer, nein Moment, am Ende steht der illegale Waffenbesitzer, der am Tag vor dem Stichtag noch ein legaler war. Amnestie gibt es auch keine.

Cleverer Schachzug der Waffengegner. Man will also keine legalen Waffen in der Bevölkerung. Gut, macht man eben ein Gesetz und baut eine Falle. Wir halt die Zahl der illegalen Waffen angehoben und die der legalen gesenkt. Leidtragende sind eben die braven Bürger, die halt leider nicht informiert waren.
+13 #2 Rainer 2013-05-05 16:35
Das tausende Langwaffenbesitzer ab Juni 2014 unwissend zu illegalen Waffenbesitzern werden ist egal für den Druck einer Broschüre ist kein Geld da.
Sehr fein.
+12 #1 Gustav 2013-05-05 14:42
Probleme gibt es überall auf der Welt, nur nicht bei uns. Warum? Weil man dann erstens dafür Verantwortung übernehmen müsste und zweitens etwas dagegen unternehmen. Erstes passt nicht ins politische Bild und zweites nicht ins Weltbild.

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