Kriminalität

Die bunte Republik und das Buntmetall

Die bunte Republik und das Buntmetall

 

Wir sind eine bunte Republik, wir heißen alle willkommen: Rumänen, Bulgaren, Zigeuner, Serben, Albaner, Tschetschenen, Neger und viele andere mehr. Daher sind wir bunt und das ist gut so, sagen die meisten. Vor allen die Politiker sagen das und diejenigen, die von der Buntheit profitieren, also die Caritas, die Integrationsprofis, die Psychologen und die Psychiater, die Berater und die –rinnen und die vielen, vielen Vereine, die davon leben, daß ihre Tätigkeiten schamlos und kritiklos subventioniert werden.

Und weil wir so bunt sind und das Buntmetall einen so guten Preis hat, wird dieses recht gerne gestohlen und von den bunten Bereicherern abmontiert, abtransportiert und verkauft. Das ist oft unangenehm, weil manchmal auch Leitungen gestohlen werden und dann der entsprechende Bahnverkehr zum Stillstand kommt.

Das ärgert die Leute, klar und daher hat sich unsere Politik – also die zuständige Ministerin – etwas überlegt, wie man diese Buntmetalldiebstähle verhindern könnte. Herausgekommen ist der typische Schwachsinn, wie halt so oft in Österreich, wenn sich eine hilflose Politik in Aktionismus übt.

Also bewacht werden die gefährdeten Leitungen und die Buntmetalldepots natürlich nicht. Wo kommen wir denn dahin? Da könnte ja die befohlene Anzeigequote darunter leiden. Die angezeigten Autofahrer zahlen nämlich brav, während ein erwischter Bundmetalldieb normalerweise mit einer Anzeige auf freien Fuß nach Hause geschickt wird – bringt also nichts für den notleidenden Staatssäckel. Das „Her mit der Marie“-Prinzip wäre dadurch konterkariert.

Nein – der Geniestreich des BMI geht so: Für den Ankauf von Buntmetall braucht man jetzt eine eigene Konzession und wer so ein Diebesgut ankauft, darf nur 500 € in bar bezahlen, der Rest muß auf ein Konto überwiesen werden. Man spürt förmlich die intensive Geistesarbeit, die bei dieser Maßnahme dahintergestanden sein muß: Da die Buntmetalldiebe natürlich ihre Beute nie über die Grenze bringen, sie nur brav an konzessionierte Händler verkaufen und klarerweise vor der Errichtung eines eigenen Buntmetalldiebeskontos zurückschrecken, ist damit der Buntmetalldiebstahl beendet und auf ewig wirksam verhindert.

Daß ich erst vor ein paar Tagen wieder von einem solchen Diebstahl gelesen habe – und das nicht nur einmal – muß daher ein Irrtum gewesen sein. Bravo Innenministerium!