Kriminalität

Hubschraubereinsatz

Hubschraubereinsatz

 

Als der ÖAMTC-Hubschrauber von einem Einsatz zurückkehrte, hatte er ein Loch im Rotorblatt. Nicht besonders dramatisch, die Piloten haben das erst nach der Landung bemerkt, eine Gefahr hat nicht wirklich bestanden. Dennoch – ein Schußloch im Rotorblatt ist sicher Grund zur Besorgnis.

Wenn geschossen wird oder geschossen wurde, oder wenn man glaubt, daß geschossen worden ist – die Medien sind aufgeschreckt. Nichts macht heutzutage in unserer hoplophoben Gesellschaft soviel Aufsehen und Angst wie ein Schuß.

Sofort wird spekuliert. Ein 9mm Pistolengeschoß sei es gewesen; das wird mit Bestimmtheit behauptet. Wie man das festgestellt haben will, ist mir nicht klar. Die Bilder zeigen einen Durchschuß, wie man da zuverlässig das Kaliber und die Waffenart ermitteln will, ist rätselhaft.

Die Hoffnung also, man werde den oder die Schützen finden können, ist vergebens. Außerdem – österreichische Jäger oder Sportschützen pflegen normalerweise nicht in die Luft zu schießen. Nicht einmal zu Silvester macht man das besonders oft.

Aber es gibt eine Bevölkerungsgruppe, die das mit besonderer Freude macht. Wir wissen das alle. Folkloristische Hochzeitsfeiern werden regelmäßig mit Freudenschüssen begleitet und Waffen haben die Feiernden genug.

Registriert sind diese Waffen natürlich nie. Man wird also das Rotorblatt austauschen, weiterfliegen und die Nachforschungen schön still einstellen. Man könnte ja vielleicht einen Falschen erwischen. Wäre peinlich.