Kriminalität

Wer hilft uns denn?

 

Wer hilft uns denn?
 
Es ging um die Fußfessel für Sexualtäter. Und da ist unter anderem die Frage aufgetaucht, was denn passieren würde, wenn so ein fußgefesselter Täter wieder eine einschlägige Straftat begeht. Möglich wäre es ja, das Tatwerkzeug ist ja nicht gefesselt sondern nur ein Fuß. Außerdem müßte ja nicht der Täter zum Opfer kommen, auch das Opfer könnte zum Täter kommen.
Nun gut. Die Leute machen sich jedenfalls Sorgen und die sind wirklich nicht unberechtigt.
Wenn also so etwas geschieht, wer hilft, wer haftet dann, wer zahlt dem Opfer eine Entschädigung, wer kommt für die ganzen Kosten auf?
Eine einfache Frage, eine berechtigte Frage.
Und eine einfache Antwort: Niemand.
Niemand haftet, niemand hilft, niemand zahlt etwas. Niemand. Der Staat nicht, die Gefängnisverwaltung nicht, das Gericht nicht und die Frau Justizminister schon gar nicht. Bestenfalls kommen ein paar Psychologentussis ins Haus, nennen sich hochtrabend Kriseninterventionsteam, faseln sinnlos herum und gehen allen auf die Nerven. Aber Geld gibt’s keines. Keinen Cent.
Und was ist, wenn ein schlecht bewachter Häftling ausbricht, aus der Gefängnisküche ein Messer mitnimmt und damit seinen Schwiegervater absticht? Natürlich dasselbe. Nichts.
Und wenn ein Mörder vorzeitig freikommt, weil es eine günstige Prognose gibt, die dann aber durch die Tatsache widerlegt wird, indem der Kerl wieder jemanden umbringt? Es passiert auch nichts. Niemand ist verantwortlich, niemand haftet, niemand zahlt eine Entschädigung.
Unser Staat ist verantwortungslos. Er macht Fehler und haftet nicht dafür. Verbrecher werden nicht mehr eingesperrt, werden auf ihre Opfer wieder losgelassen und wenn sie eingesperrt sind, paßt man nicht ordentlich auf auf sie oder läßt sie vorzeitig wieder auf die Menschheit los.
Und geschieht dann etwas, etwas das jeder voraussehen konnte und auch prophezeit hat, dann schleicht sich der Staat aus der Verantwortung und läßt die Opfer in ihrem Unglück allein.
Wir haben einen schäbigen Staat. Aber leider sind wir selber schuld daran. Denn wir haben ja die Leute gewählt, die hier agieren, die uns auslachen, wenn uns ein Leid geschieht und die die hilflosen Opfer frech verhöhnen.
Aber irgendwann wird Zahltag sein. Denken wir daran.
 
 
Müssen die Opfer wehrlos sein?
Ja, sie müssen. Denn der Staat, der nichts tut um sie zu schützen, verweigert ihnen das beste Mittel zum Selbstschutz – eine Schußwaffe. Noch darf man sich zu Hause damit schützen. Den meisten unserer Sicherheitspolitiker ist das zwar nicht recht, aber dagegen können sie nichts machen – es steht klipp und klar so im Gesetz.
Aber außerhalb der Wohnung, außerhalb des Geschäftes geht das schon nicht mehr. Auch hier hätte das Gesetz vorgesehen, daß man sich mit einer Waffe schützen darf wenn man gute Gründe hat. Nur leider unterliegt die Beurteilung der „guten Gründe“ dem Ermessen obrigkeitshöriger Beamter. Waffenpässe gibt es daher fast nicht mehr. Zur Freude der Verbrecher. Die haben nämlich gute Verbündete wie man sieht.