Ausländer

Zuckerbrot ohne Peitsche

 

Zuckerbrot ohne Peitsche
 
Einen großen Teil meines Lebens habe ich am Land verbracht und ich bin sozusagen ein Outdoor-Typ, Jäger sowieso. In der Natur kenne ich mich aus, mit den Tieren natürlich auch.
Zu den Freuden des Landlebens gehört auch die enge Beziehung zur Tierwelt. Fliegen, Gelsen, Zecken, Wespen und Mäuse bereichern das Leben des Landbewohners. Ameisen auch und von denen soll hier die Rede sein.
Ameisen sind interessante Tiere. Sie bilden Staaten und sind gut organisiert, sozial auch. Manchmal kommen sie auch ins Haus und holen sich, was sie brauchen. Zucker haben sie besonders gerne. Läßt man also Zucker in der Küche offen stehen oder streut versehentlich etwas aus – schon sind die lieben Tierchen da, informieren den ganzen Bau, die alle etwas von den guten Gaben haben wollen.
Rezept dagegen: Vergiften. Das tut der Tierfreund natürlich nicht, die Ameisen können ja nichts dafür. Also muß man schauen, daß nichts herumliegt oder herumsteht was die Ameisen anlockt. Dann kommen sie auch nicht.
Wer Zucker ausstreut, darf sich also nicht wundern, wenn unerwünschte Gäste kommen und immer mehr werden.
Wir sind bei den Asylanten. Österreich ist kein Asylland. Wir sind von lauter sicheren Drittstaaten umgeben, jeder Asylant, der bei uns vorspricht, hat von Rechts wegen keinen Anspruch darauf und ist dorthin zurückzuschicken wo er herkommt. Das wäre ganz einfach.
Warum aber kommen die Leute zu uns? Ganz einfach: das ist der Zucker, den wir ausstreuen. In unserem Nachbarland Tschechien waren es heuer gerade fünf Menschen, die dort um Asyl angesucht haben; in Ungarn, wie es heißt, gar keiner. In diesen Ländern kriegen diese Leute nämlich nichts, wenn sie um Asyl bitten, daher macht das auch keiner.
Bei uns kriegen sie aber viel, in Deutschland auch. Und darum sind sie bei uns. Wir streuen Zucker aus und wundern uns, wenn die Ameisen kommen.
Vergiften geht nicht. Aber Zucker ausstreuen ist saudumm.
 
Rentenpolitik
Heuer sollen die Pensionisten 1,8% Erhöhung bekommen. Das ist schwer unter der Inflationsgrenze. Die besagten Asylanten kriegen jetzt 19 € Taggeld, nebst freier Wohnung und Verpflegung, Radio, Fernsehen, Internet auch. Was man halt so braucht.
Ihr Taggeld wurde von 17 um 2 € auf 19 € erhöht. Rückwirkend ab Jänner 2012. Das sind nach meiner Rechnung 11,7%. Wo können unsere Pensionisten Asyl bekommen? In Österreich geht’s jedenfalls nicht.