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Gespart wird nicht!/Der Staat als Betrüger

 

Gespart wird nicht!
 
Aber woher denn. Das ist bei unserer Regierung nicht wirklich vorgesehen. Es wird ja fast ausschließlich „einnahmenseitig“ gespart, was heißt, daß alle Steuern und Gebühren kräftig hinaufgeschnalzt werden. Zahlen sollen die Steuerzahler und wer es noch nicht ist, wird eben dazu gepreßt.
Da trifft es sich gut, wenn man liest, daß die Regierung, also die Ministerien, heuer über sechs Millionen € für „Medienberatung“ ausgegeben haben. Spitzenreiter das Innenministerium, das allein mehr als eine Million sinnlos verpulvert hat. Gratuliere!
Im Ernst: So etwas darf bei uns natürlich gar nicht sein. Ein Ministerium darf für Berater oder Gutachten nämlich überhaupt nichts ausgeben, das muß man selber mit der eigenen Beamtenschaft erledigen und wenn es die nicht schaffen, die Finanzprokuratur beauftragen. Wer dagegen verstößt, wer für amtsfremde Gutachter oder „Berater“ Geld ausgibt, begeht Amtsmißbrauch und muß eingesperrt werden. Es gibt aus der Vergangenheit zahlreiche einschlägige Entscheidungen, allerdings scheint das heutzutage totes Recht zu sein. Das Verbrechen ist schon salonfähig geworden und die Damen und Herren Minister scheren sich einen Dreck um Gesetz und Anstand.
Natürlich ist da eine gewaltige Korruption auch dabei. Die Berater werden sich sicher dankbar erweisen.
Über sechs Millionen verpraßt und kein Staatsanwalt und kein Richter kümmert sich darum. Niemand zeigt das an. Wir sind eine verlotterte Republik geworden. Und gespart wird nicht. Dabei wäre das so einfach.
 
 
 
Der Staat als Betrüger
 
Auch Italien spart. Vor einigen Jahren hat man mit einer Amnestie italienische Gelder nach Italien zurück gelockt und dafür Steuerfreiheit versprochen. Millionen sind also wieder ins Land geflossen und jetzt wird der Staat in seiner Not dieses Geld mit einer Strafsteuer belegen.
Mein Mitleid mit den Geldverschiebern hält sich in Grenzen. Dennoch darf man das nicht. Der Staat wird hier zum Betrüger und zum Verbrecher. Die Deutschen haben das ja auch gemacht, indem sie von Datendieben Steuer-CDs angekauft haben.
Irgendwann ist aber Schluß. Solche Dinge kommen zurück. Der Staat verliert damit das letzte Vertrauen seiner Bürger, seiner Untertanen. Recht geschieht ihm. Der Staat betrügt uns – also betrügen wir ihn auch. Schlechte Sitten verderben den Charakter.
 
P.S.: Auch unser Staat ist nicht besser. Ich sage nur: Pumpgun. Wer wird da noch seine Waffen melden? Die Frage ist berechtigt.

Kommentare   

+2 #8 Guest 2012-01-01 18:33
Zitat:
Der Staat verliert damit das letzte Vertrauen seiner Bürger, seiner Untertanen. Recht geschieht ihm. Der Staat betrügt uns – also betrügen wir ihn auch. Schlechte Sitten verderben den Charakter.
Wenn die Leute erkennen, was in den höchsten Politik-Kreisen alles verbrochen worden ist und verbrochen wird, hat das genau die von Dr. Zakrajsek erwähnten Auswirkungen. Dazu kommt noch die bereits jetzt sehr hohe Steuerbelastung. Das alles fördert die Schattenwirtschaft. Als Bankangestellter hat mir vor ein paar Tagen eine Kundin ganz offen gesagt, dass der Zahlschein für eine Baufirma nur ein Teil der Bezahlung ist, den anderen Teil zahlt sie bar. Das hat sie mir ganz offen gesagt. Das ist kein Einzelfall. In vielen Bereichen geht immer mehr "schwarz". Wenn unsere Volksverräter die Steuerbelastung (Steuer = Enteignung), weiter erhöhen (und etwas anderes kann dieses Gesindel nicht), sehe ich schwarz. Oder doch blau.
+6 #7 Guest 2011-12-29 13:10
Immer wieder erfrischend, die Kommentare ala AlbrechtD et al zu lesen - wie recht sie doch haben!!!


In ähnlicher Weise formulierte ich desöfteren schon die Situation der Polizei wie folgt:

Geschaffen von anständigen Bürgern,
bezahlt von anständigen Bürgern,
zum Schutze von anständigen Bürgern.

...geblieben ist nur die Bezahlung!
Das geht wohlgemerkt so weit, dass Strafen bereits budgetiert sind.

Dazu wurden mir auch schon "Interna" zugespielt:
Gerne ruft "Das System" bei der Polizei an zu erinnern, dass für das aktuelle Monat noch zu wenig Strafgelder hereingeblitzt wurden.
Mürrisch verlassen dann die werten Exekutivbeamten die warme Stube, suchen das geradeste Straßenstück, das sie Sonntags bei marginalem Verkehrsaufkommen finden können, und desbezüglich jeder weiß, dass sich kaum jemand an den "Anrainer-30er" o.dgl. hält, stellen sich dort ein Weilchen hin, wonach sie mit gefüllten Taschen den Rest des Monats wieder in die warme Stube zurückkehren können!


Liebe Polizisten - nicht beleidigt sein, denn ihr müsst das ja tun.
Der Eindruck, dass es manchen - nur manchen - Spaß machte, ist sicher ein falscher!

Mir machts übrigens Spaß, wenn meine Aufmüpfigkeit einer Alkoholisierung zugeschrieben wird, der Alkomat aber dann 0,0 anzeigt - ÄTSCH.
Und viiieeele vorbeifahrende habe ich "gerettet"!
Man muss sich an den kleinen Erfolgen erfreuen!
+11 #6 Guest 2011-12-28 17:59
Richtig killercat. Wir sind keine Untertanen, wir benehmen uns aber leider immer wie solche.
+11 #5 Guest 2011-12-28 16:53
Bitte, wir sind keine "Untertanen". Wir finanzieren diese Gauner, die sind unsere Angestellten!
Gewöhnlich feuert man sie, wenn sie Geld verschleudern. Hoffentlich wachen die Chefs, also die Bürger irgendwann auf.
+12 #4 Guest 2011-12-28 15:41
orf.at/#/stories/2096878/
Zitat:
Von 2007 bis 2010 stiegen die Durchschnittseinkommen der Vorstandsmitglieder um 19,6 Prozent,
fast 20% Steigerung in 3 Jahren, daß muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wer ist dafür verantwortlich?
+13 #3 Guest 2011-12-28 15:07
Bravo Dr.Zakrasjek zu dem Artikel!!
Vieleicht eine Überlegung für die Herren Staatsbeamten:Warum gibt es eigentlich einen Landes-Bundespresseball ???Das sollten sich auch einmal die Herren von der Executive überlegen!Vielleicht kommt ihnen dann die Erkenntnis,wie sie "verarscht" werden.
Hillstein
+12 #2 Guest 2011-12-28 14:51
Noch eine Anmerkung zu meinem vorigen Gedanken bzgl. Abgeordnete: ich wollte niemanden beleidigen, der sich tatsächlich für uns – das Volk – einsetzt. Es gibt auch solche Abgeordnete! So manche sind mir persönlich bekannt. Grüne, die sich wirklich für die Österreicher einsetzen, sind dabei keine.
+11 #1 Guest 2011-12-28 14:46
[…] Der Staat verliert damit das letzte Vertrauen seiner Bürger, seiner Untertanen.[…]

Ich glaube, daß hier nicht tatsächlich »Der Staat« gemeint ist – denn der sind wir alle. Gemeint sind unsere Angestellten, die glauben, daß sie unsere Herren seien.
In Wahrheit sind Staatsbedienstete und Regierung und Abgeordnete nur unsere Angestellten, denn sie werden von UNS via Steuern bezahlt. Der Souverän ist in einer Demokratie das Volk – wo das nicht so ist, ist das keine echte Demokratie. Da diese Staatsbediensteten+Regierung+Abgeordnete so tun, als wären SIE der Staat, ist das tatsächlich eine verlotterte Republik – wenn es denn tatsächlich noch als eine solche bezeichnet werden kann…
Weiteres will ich dazu (aus verständlichen Gründen – es gibt da so Pragraphen…) gar nicht äußern.

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